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Das Verbot der Doppelverwertung von Vermögenspositionen bei Unterhalt und Zugewinn

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Sebastian Schaufert

Das Scheidungsfolgenrecht hat die Aufgabe, die vermögensrechtlichen Verhältnisse der Ehegatten nach dem Scheitern der Ehe zu regeln und eine gleichmäßige Verteilung zu verwirklichen. Ausgangspunkt der Doppelverwertungsproblematik ist die Tatsache, dass Vermögenswerte sowohl beim Unterhalt als auch beim Zugewinnausgleich – und damit doppelt – berücksichtigt werden können. Bei der Diskussion um ein Verbot der Doppelverwertung geht es daher um die Frage, wie dem Umstand einer zweifachen Teilhabe an Vermögenswerten beim Zugewinn und Unterhalt begegnet werden soll. Ziel der Arbeit war es, die Erscheinungsformen der Problematik darzustellen, die Lösungsansätze im jeweiligen Kontext zu erörtern und eine systematisierte Hilfestellung für die Behandlung solcher Sachverhalte in der Praxis zu liefern.

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Inhaltsverzeichnis

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A. EINLEITUNG .................................................................... 1 B. GRUNDZÜGE DER FAMILIENRECHTLICHEN AUSGLEICHSSYSTEME ................................................. 5 I. Gründzüge des Unterhaltsrechts ...................................................... 6 1. Unterhaltsberechnung ......................................................................... 6 2. Bedarfsbestimmende Einkünfte .......................................................... 7 II. Grundsätzliches zum Zugewinnausgleich ....................................... 8 1. Instrument des Zugewinnausgleichs ................................................... 8 2. Berechnung des Anspruchs ................................................................. 9 III. Grundsätze des Versorgungsausgleichs ........................................ 11 1. Neuregelung des Versorgungsausgleichs ......................................... 12 2. Konkurrenz Zugewinn - Versorgungsausgleich ............................... 12 3. Abgrenzungsproblematik .................................................................. 14 a. Kriterien der Abgrenzung vor der gesetzlichen Neuregelung .............. 14 b. Zuordnung der möglichen Vorsorgeformen in der Praxis ................... 15 c. Neuregelungen durch das VersAusglG ................................................ 16 d. Abgrenzung zu Unterhaltsansprüchen .................................................. 16 4. Möglichkeit der Nichtberücksichtigung der Vorsorgeposition ........ 17 C. PROBLEMATIK EINER MÖGLICHEN DOPPEL- BEWERTUNG ................................................................. 19 I. Schnittstelle von Unterhalt und Zugewinn .................................... 19 1. Einführung ........................................................................................ 19 2. Das Kernproblem .............................................................................. 20 3. Grundsätzliche Lösungsansätze ........................................................ 21 cxv X a. Prinzipien des Versorgungsausgleichs ................................................. 22 aa) Analoge Anwendung des § 1587 III BGB a. F. ............................ 22 bb) Zwischenergebnis ........................................................................... 24 b. Leistungsverweigerung gemäß § 1381 BGB........................................ 25 c. Grundsatz von Treu und Glauben gemäß § 242 BGB ......................... 26 d. Änderung des Berechnungszeitpunkts ................................................. 26 e. These der „Elektiven Konkurrenz“ ...................................................... 27 II. Ergebnis ......................................................................................... 28 D. ABFINDUNGEN ............................................................. 29 I. Ausgangsfall .................................................................................. 29 II. Entwicklung der Rechtsprechung zur arbeitsrechtlichen Abfindung ...................................................................................... 30 III. These der „stillschweigenden Vereinbarungen“ ........................... 32 IV. Alternative Lösungsansätze ........................................................... 34 1. Nichtberücksichtigung bei der Wertermittlung des Zugewinns ....... 34 a. Anfangsvermögen gemäß § 1374 Abs. 1 BGB .................................... 34 b. Endvermögen gemäß § 1375 Abs. 1 BGB ........................................... 35 2. Zuordnung der Abfindung entsprechend ihrer Zweckbestimmung . 36 a. Zweckbestimmung................................................................................ 37 aa) Beendigung des Arbeitsverhältnisses...

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