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Translationswissenschaftlicher Nachwuchs forscht

IATI-Beiträge II

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Edited By Lew Zybatow and Michael Ustaszewski

Die IATI (International Academy for Translation and Interpreting), gegründet 2003 als Nachfolgeorganisation der CUITI-Akademie, bietet mit ihren Sommerschulen «SummerTrans» unter dem Motto «Translationstheorie trifft Translationspraxis» ein Aus- und Fortbildungsprogramm zu Themen und Berufsprofilen, die in den universitären Studienprogrammen kaum eine Rolle spielen, in der Praxis aber stark nachgefragt sind, wie multimediales und literarisches Übersetzen, Filmsynchronisation und Untertitelung, Softwarelokalisierung, Website-Translation, moderne Translationstechnologien u. a. Außerdem richtet jede SummerTrans eine PhD-School aus, zu der DoktorandInnen und HabilitandInnen vor Vertretern der Internationalen Scientific Community und den anwesenden ProfessorInnen ihre wissenschaftlichen Projekte vor- und zur Diskussion stellen. Der Band enthält 13 Beiträge der PhD-School zur SummerTrans IV, die im Juli 2011 in Wrocław (Polen) stattgefunden hat.

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REALIEN – ZU PROBLEMEN IN BEGRIFF UND DEFINITION: Jūrate Maksvytyte, Universität Vilnius – Gesiteswissenschaftliche Fakultät Kaunas (Litauen)

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REALIEN – ZU PROBLEMEN IN BEGRIFF UND DEFINITION Jūrat÷ Maksvytyt÷, Universität Vilnius – Gesiteswissenschaftliche Fakultät Kau- nas (Litauen) „Das versteht nur der, der weiß, worum es geht.“ (aus einem alten Witz, zitiert nach Kriukov 1988, 19) Dieser Beitrag ist im Rahmen des noch nicht abgeschlossenen Dissertationspro- jektes zum Thema „Strategie der Übersetzung von Realienbezeichnungen aus dem Deutschen ins Litauische“ entstanden und stellt theoretische Überlegungen zum behandelten Thema vor. Das Ziel des Beitrages ist, die theoretische Ausei- nandersetzung mit der Problematik der Realien und ihrer Bezeichnungen in Form eines Überblicks darzulegen. Für diese Auseinandersetzung werden die v.a. in der linguistischen und translationswissenschaftlichen Literatur gebräuch- lichen Definitionen des Begriffs Realien herangezogen und verglichen. 1. Einleitung Aus der Fülle der lexikalischen Übersetzungsschwierigkeiten sticht das Phäno- men der Realienbezeichnungen hervor. Es verdankt seine ständige Präsenz auf der Tagesordnung wissenschaftlicher Diskussionen nicht nur den Translatologen, sondern allgemein den Geisteswissenschaftlern. Mit der besonderen Spezifik von Realien und ihren Bezeichnungen befassen sich u.a. Kulturwissenschaft, Ethno- linguistik, Kommunikationswissenschaft, allgemeine und spezielle Sprachwis- senschaft, Semantik, Lexikographie. Die Translationswissenschaft sieht ihre Aufgabe darin, das Instrumentarium zur Behandlung dieses Sprachphänomens theoretisch und praktisch auszuarbeiten. Bei der Auswertung der vorhandenen Definitionen entsteht der Eindruck, dass es ausreicht, zielsprachige Äquivalente für die Realienbezeichnungen zu finden, und das Problem löse sich dadurch von selbst. Wenn dem wirklich so wäre, könnte man an der Kreativität oder dem Fleiß der Sprachmittler zweifeln. Die sprachlichen Äquivalente bilden offen- sichtlich nur ein Teil des Problems...

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