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Translationswissenschaftlicher Nachwuchs forscht

IATI-Beiträge II

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Edited By Lew Zybatow and Michael Ustaszewski

Die IATI (International Academy for Translation and Interpreting), gegründet 2003 als Nachfolgeorganisation der CUITI-Akademie, bietet mit ihren Sommerschulen «SummerTrans» unter dem Motto «Translationstheorie trifft Translationspraxis» ein Aus- und Fortbildungsprogramm zu Themen und Berufsprofilen, die in den universitären Studienprogrammen kaum eine Rolle spielen, in der Praxis aber stark nachgefragt sind, wie multimediales und literarisches Übersetzen, Filmsynchronisation und Untertitelung, Softwarelokalisierung, Website-Translation, moderne Translationstechnologien u. a. Außerdem richtet jede SummerTrans eine PhD-School aus, zu der DoktorandInnen und HabilitandInnen vor Vertretern der Internationalen Scientific Community und den anwesenden ProfessorInnen ihre wissenschaftlichen Projekte vor- und zur Diskussion stellen. Der Band enthält 13 Beiträge der PhD-School zur SummerTrans IV, die im Juli 2011 in Wrocław (Polen) stattgefunden hat.

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LINGUISTISCH-SEMIOTISCHES ANALYSEVERFAHREN FÜR LITERARISCHE (AUSGANGS-)TEXTE IM ÜBERSETZUNGSUNTERRICHT IN INNSBRUCK – AM BEISPIEL DES PROSEMINARS „LITERARISCHES ÜBERSETZEN DEUTSCH-RUSSISCH“ (SS2009): Alena Petrova, Universität Innsbruck (Österreich)

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LINGUISTISCH-SEMIOTISCHES ANALYSEVERFAHREN FÜR LITERARISCHE (AUS- GANGS-)TEXTE IM ÜBERSETZUNGSUNTERRICHT IN INNSBRUCK – AM BEISPIEL DES PROSEMINARS „LITERARISCHES ÜBERSETZEN DEUTSCH-RUSSISCH“ (SS 2009) Alena Petrova, Universität Innsbruck (Österreich) 1. Vorüberlegungen zum universitären Modul „Literarisches Übersetzen“ Bis auf vereinzelte Versuche, einen entsprechenden Studiengang (v.a. in Düssel- dorf 1988) oder auch nur einzelne Kurse für Literarisches Übersetzen (= LÜ) (z.B. an der Humboldt-Universität Berlin, in Bochum, Wien und Innsbruck) anzubieten, gibt es im deutschsprachigen Raum bisher kaum Möglichkeiten, eine universitäre Ausbildung als Literaturübersetzer zu bekommen, was z.T. damit zusammenhängt, dass sich Übersetzer- und Dolmetscherinstitute am erhöhten Praxisbedarf an Fachübersetzern und Konferenzdolmetschern orientieren, für die es auch klare Berufsprofile, festgelegte Normen und geregelte Ausbildungspro- gramme gibt. Ein weiterer Grund für die fehlende gezielte Ausbildung für Litera- turübersetzer ist die weit verbreitete Annahme, dass für LÜ „spezielle Fähigkei- ten oder Kenntnisse nicht erforderlich [sind]“ (Pöckl 2005, 161, zit. nach Zy- batow 2009a, 258), was bedeutet: Jeder, der es gelernt hat, Fachtexte zu überset- zen, wäre somit auch imstande, einen literarischen Ausgangstext (= AT) adäquat zu übersetzen. Um eine Literaturübersetzer-Ausbildung auf hohem Niveau an- bieten zu können, muss man also zunächst das Bewusstsein der Unterschiede zwischen Fachtextübersetzen und LÜ erlangen, die den Übersetzern z.T. ver- schiedene Kompetenzen abverlangen und somit unterschiedliche Ausbildungs- ziele voraussetzen, die man wie folgt darstellen könnte: Fachtextübersetzen Literaturübersetzen ausgezeichnete Sprach- und Kulturkenntnisse (Ausgangs- und Zielsprache) allgemeine Übersetzungskompetenz...

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