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Translationswissenschaftlicher Nachwuchs forscht

IATI-Beiträge II

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Edited By Lew Zybatow and Michael Ustaszewski

Die IATI (International Academy for Translation and Interpreting), gegründet 2003 als Nachfolgeorganisation der CUITI-Akademie, bietet mit ihren Sommerschulen «SummerTrans» unter dem Motto «Translationstheorie trifft Translationspraxis» ein Aus- und Fortbildungsprogramm zu Themen und Berufsprofilen, die in den universitären Studienprogrammen kaum eine Rolle spielen, in der Praxis aber stark nachgefragt sind, wie multimediales und literarisches Übersetzen, Filmsynchronisation und Untertitelung, Softwarelokalisierung, Website-Translation, moderne Translationstechnologien u. a. Außerdem richtet jede SummerTrans eine PhD-School aus, zu der DoktorandInnen und HabilitandInnen vor Vertretern der Internationalen Scientific Community und den anwesenden ProfessorInnen ihre wissenschaftlichen Projekte vor- und zur Diskussion stellen. Der Band enthält 13 Beiträge der PhD-School zur SummerTrans IV, die im Juli 2011 in Wrocław (Polen) stattgefunden hat.

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INTERKOMPREHENSIVER FREMDSPRACHENERWERB AUS TRANSLATIONSDIDAKTISCHER SICHT: Michael Ustaszewski, Universität Innsbruck (Österreich)

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INTERKOMPREHENSIVER FREMDSPRACHENERWERB AUS TRANSLATIONSDI- DAKTISCHER SICHT Michael Ustaszewski, Universität Innsbruck (Österreich) 1. Einleitung Angesichts der voranschreitenden Globalisierung und des weltweiten Bedarfs an professionellen Übersetzungs- und Dolmetschleistungen wird die internationale Kommunikation vor Herausforderungen gestellt, die nicht alleine durch die Ver- breitung des Englischen als Lingua franca gelöst werden können. In besonderem Maße gilt das für das Vereinte Europa, wo sich in den letzten Jahrzehnten auf- grund der Erweiterung der Europäischen Union, der Liberalisierung der Ar- beitsmärkte sowie der Migration aus Drittländern eine multinationale europäi- sche Gesellschaft herausgebildet hat, in der Multikulturalität und Mehrsprachig- keit alltägliche Realität sind. Vor diesem Hintergrund hat sich die Europäische Union der Bewahrung der sprachlichen Vielfalt durch Förderung der Mehrspra- chigkeit ihrer Bürger verschrieben und die Bedeutung der professionellen Sprachmittlung für die Verwirklichung ihrer sprachpolitischen Ziele erkannt (vgl. Fuhrmann 2012). Dies ruft die Translationsdidaktik auf den Plan, denn es gilt, angehende Übersetzer und Dolmetscher auf den Wettbewerb am Arbeits- markt in einem mehrsprachigen Europa vorzubereiten, zumal aus der Sicht der Europäischen Union als weltgrößter Arbeitgeber für Übersetzer und Dolmetscher „die traditionelle Ausbildung in zwei Sprachen den Anforderungen für eine Tä- tigkeit bei der EU nicht unbedingt genügt“ (ebda., xxvii). Einen möglichen Ansatz, mit dessen Hilfe die Translationsdidaktik effizient auf diese Herausforderung reagieren könnte, stellt die so genannte Interkomprehen- sionsdidaktik dar, welche seit den 1990-er Jahren Gegenstand fremdsprachendi- daktischer Forschung ist und deren Ziel...

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