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Mentale Prozesse beim Hörverstehen in der Fremdsprache

Eine Studie zur Validität der Messung sprachlicher Kompetenzen

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Henning Rossa

Diese empirische Studie untersucht die Validität eines Hörverstehenstests in der Fremdsprache Englisch, der in der Schulleistungsstudie DESI zur Messung der Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern der neunten Klasse eingesetzt wurde. Die zentralen Forschungsfragen lauten: Inwiefern gelingt es, mit den Testaufgaben die Facetten des theoretisch spezifizierten Testkonstrukts ‘Hörverstehen in der Fremdsprache Englisch’ zu erfassen? Was geht in den Köpfen der Schülerinnen und Schüler vor, wenn sie die Hörverstehensaufgaben bearbeiten? Inwiefern hängen Erfolg und Scheitern bei der Bearbeitung der Aufgaben tatsächlich von der Fähigkeit ab, die relevanten Informationen in den Hörtexten zu verstehen und aus dem Gedächtnis abzurufen?

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1 Das Hörverstehen und die Validität von Testaufgaben:Desiderata der Fremdsprachenforschung im Kontext der Kompetenzorientierung

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1 Das Hörverstehen und die Validität von Test- aufgaben: Desiderata der Fremdsprachen- forschung im Kontext der Kompetenz- orientierung Seit ungefähr zehn Jahren werden bildungspolitische und wissenschaftliche Dis- kurse zunehmend von der Forderung dominiert, das Lehren und Lernen in der Schule und in anderen Bildungskontexten solle durch eine Neuorientierung an Kompetenzen, Standards und Lernergebnissen gefördert und verbessert werden. Dieser Reformprozess, der häufig mit dem Begriff ‚Kompetenzorientierung‘ umschrieben wird, geht einher mit dem verstärkten Bemühen, die fachspezifi- schen und übergreifenden Kompetenzen der Lernenden zu messen und die Be- dingungen zu erforschen, die den Kompetenzerwerb unterstützen. Ausgelöst durch die zum Teil beunruhigenden Ergebnisse internationaler Vergleichsstudien wie TIMSS (Beaton et al. 1996), PISA (Deutsches PISA- Konsortium 2001) und IGLU (Bos et al. 2003) werden in Deutschland mittler- weile auf unterschiedlichen Ebenen des Bildungssystems regelmäßig Kompe- tenztests, Lernstandserhebungen, Vergleichsarbeiten und zentrale Prüfungen eingesetzt, um zu messen, inwiefern die angestrebten Ziele erreicht werden (vgl. Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bun- desrepublik Deutschland 2006). Als Folge dieser Entwicklung lässt sich auch im Kontext der Fremdsprachen- forschung in Deutschland eine intensivierte Ausrichtung des Forschungsinteres- ses auf die Messung und Beschreibung fremdsprachlicher Kompetenzen be- obachten. Bislang sind drei Bezugspunkte von besonderer Bedeutung für die Entwicklung der Diskussion um die Kompetenzorientierung des Fremdspra- chenunterrichts gewesen: erstens die Veröffentlichung des Gemeinsamen euro- päischen Referenzrahmens für Sprachen (vgl. Europarat 2001), zweitens die Im- plementierung und Überprüfung nationaler Bildungsstandards...

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