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Mentale Prozesse beim Hörverstehen in der Fremdsprache

Eine Studie zur Validität der Messung sprachlicher Kompetenzen

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Henning Rossa

Diese empirische Studie untersucht die Validität eines Hörverstehenstests in der Fremdsprache Englisch, der in der Schulleistungsstudie DESI zur Messung der Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern der neunten Klasse eingesetzt wurde. Die zentralen Forschungsfragen lauten: Inwiefern gelingt es, mit den Testaufgaben die Facetten des theoretisch spezifizierten Testkonstrukts ‘Hörverstehen in der Fremdsprache Englisch’ zu erfassen? Was geht in den Köpfen der Schülerinnen und Schüler vor, wenn sie die Hörverstehensaufgaben bearbeiten? Inwiefern hängen Erfolg und Scheitern bei der Bearbeitung der Aufgaben tatsächlich von der Fähigkeit ab, die relevanten Informationen in den Hörtexten zu verstehen und aus dem Gedächtnis abzurufen?

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3 Testvalidität: theoretische Einordnung und forschungsmethodische Implikationen

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Wenn mit Sprachtestaufgaben Kompetenzen gemessen werden sollen, so ist dies mit dem Ziel verbunden, die Testergebnisse als Indizien für die Testleistungen der Testteilnehmer aufzufassen und mit Blick auf die wahrscheinliche Ausprä- gungen ihrer Fähigkeiten zur Bewältigung von sprachlich-kommunikativen An- forderungen außerhalb der Testsituation zu interpretieren (vgl. Bachman 2004: 257). Darüber hinaus werden die Testwertinterpretationen in vielen Fällen als Grundlage für Entscheidungen genutzt, die für die Testteilnehmer mit mehr oder weniger gravierenden persönlichen Auswirkungen verbunden sind wie etwa die Zulassung zu einer Bildungsinstitution, die Zuerkennung der Staatsbürgerschaft, die Versetzung in die nächste Jahrgangsstufe oder die Entwicklung curricularer Vorgaben für Bildungsgänge). Angesichts dieser bedeutsamen Konsequenzen wird deutlich, dass der zuvor beschriebenen Reihe von Schlussfolgerungen und Interpretationen eine nachvollziehbare Argumentation zugrunde liegen muss, die durch empirische Belege hinsichtlich der Validität der interpretativen Schritte zu stützen ist. Eine im wortwörtlichen Sinne ‚gebräuchliche‘ Definition des Testgütekriteri- ums der Validität nimmt die Form einer Frage an: “Does a test measure what it is supposed to measure? If it does, it is valid” (Lado 1961: 321). Diese Frage ist deswegen gebräuchlich, weil sie vermutlich von den allermeisten Forschern ge- stellt wird, wenn diese in ihren Forschungskontexten überprüfen wollen, inwie- fern die ausgewählten Methoden und Instrumente dem Forschungsgegenstand gerecht werden. Theoretische Ansätze zur Definition der Validität haben hingegen in den letz- ten sechzig Jahren in den wissenschaftlichen Diskursen der psychometrisch ori- entierten Bildungsforschung...

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