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Mentale Prozesse beim Hörverstehen in der Fremdsprache

Eine Studie zur Validität der Messung sprachlicher Kompetenzen

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Henning Rossa

Diese empirische Studie untersucht die Validität eines Hörverstehenstests in der Fremdsprache Englisch, der in der Schulleistungsstudie DESI zur Messung der Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern der neunten Klasse eingesetzt wurde. Die zentralen Forschungsfragen lauten: Inwiefern gelingt es, mit den Testaufgaben die Facetten des theoretisch spezifizierten Testkonstrukts ‘Hörverstehen in der Fremdsprache Englisch’ zu erfassen? Was geht in den Köpfen der Schülerinnen und Schüler vor, wenn sie die Hörverstehensaufgaben bearbeiten? Inwiefern hängen Erfolg und Scheitern bei der Bearbeitung der Aufgaben tatsächlich von der Fähigkeit ab, die relevanten Informationen in den Hörtexten zu verstehen und aus dem Gedächtnis abzurufen?

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5 Forschungsmethodisches Vorgehen

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Der Ansatz eines ‘mixed methods’ Forschungsdesigns, mit dessen Hilfe die for- schungsmethodischen Implikationen der in dieser Arbeit postulierten Validitäts- konzeption umgesetzt werden, wird in drei Bereichen des forschungspraktischen Vorgehens deutlich: in der Auswahl der Informanten, in der Datenerhebung und in der Datenanalyse. Zur Auswahl der Informanten wurden Samplingmethoden miteinander kom- biniert, die einerseits typisch für einen qualitativen Forschungsansatz sind (se- lektives Sampling) und andererseits dem quantitativen Paradigma zuzuordnen sind (Zufallsstichprobe). Ein mehrperspektivisches Vorgehen ist auch in der Da- tenerhebung gewählt worden. So wurden im Zusammenhang mit der Auswahl der Informanten zunächst Messinstrumente aus der DESI-Hauptstudie mit einer Gesamtstichprobe von fünf Klassen aus vier verschiedenen Schulen eingesetzt, um sprachliche Kompetenzen17 und auf das Unterrichtsfach Englisch bezogene Einstellungen und Wissensbestände18 zu erfassen. Der Schwerpunkt der forschungspraktischen Arbeit lag jedoch auf der mög- lichst validen Erhebung verbaler Daten der Introspektion (vgl. Kapitel 5.2). Die Daten wurden mit theoriegeleitet und induktiv gewonnenen Kategorien hinsicht- lich der Hinweise auf kognitive, metakognitive und affektive Verarbeitungspro- zesse der Informanten kodiert und qualitativ ausgewertet (vgl. Kapitel 6). Die quantifizierbaren Ergebnisse der qualitativen Analyse wurden schließlich mit Blick auf Zusammenhänge mit den Testleistungen der Informanten und den psychometrischen Parametern der untersuchten Testaufgaben untersucht und inferenzstatistisch überprüft (vgl. Kapitel 7 und 8). 5.1 Auswahl der Informanten Da die Variabilität der mentalen Auseinandersetzung mit den Testaufgaben vermutlich am deutlichsten in einem Vergleich von Fremdsprachenlernern auf unterschiedlichen Stufen der Entwicklung ihrer fremdsprachlichen Kompetenz zu beobachten ist, wurden die Informanten mit der...

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