Show Less

Mentale Prozesse beim Hörverstehen in der Fremdsprache

Eine Studie zur Validität der Messung sprachlicher Kompetenzen

Series:

Henning Rossa

Diese empirische Studie untersucht die Validität eines Hörverstehenstests in der Fremdsprache Englisch, der in der Schulleistungsstudie DESI zur Messung der Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern der neunten Klasse eingesetzt wurde. Die zentralen Forschungsfragen lauten: Inwiefern gelingt es, mit den Testaufgaben die Facetten des theoretisch spezifizierten Testkonstrukts ‘Hörverstehen in der Fremdsprache Englisch’ zu erfassen? Was geht in den Köpfen der Schülerinnen und Schüler vor, wenn sie die Hörverstehensaufgaben bearbeiten? Inwiefern hängen Erfolg und Scheitern bei der Bearbeitung der Aufgaben tatsächlich von der Fähigkeit ab, die relevanten Informationen in den Hörtexten zu verstehen und aus dem Gedächtnis abzurufen?

Prices

Show Summary Details
Restricted access

7 Ergebnisse zur zweiten Forschungsfrage

Extract

Inwiefern korrespondieren die mentalen Prozesse der Testteilnehmer mit relevanten Facetten des Testkonstrukts ‚Hörverstehen Englisch’? Die grundlegenden forschungsmethodischen Entscheidungen für zwei extrem unterschiedliche Teilstichproben einerseits und für die Untersuchung von zwei verschiedenen Aufgabentypen andererseits (Testitems, die sich auf je einem kurzen Dialog bzw. auf eine Erzählung beziehen) legen eine kontrastierende Darstellung der Ergebnisse zur zweiten Forschungsfrage nahe. Für das Spektrum der Ausprägungen konstruktrelevanter und konstruktirrelevanter Prozesse und Strategien in der Testsituation ergeben sich somit zwei Bezugsvariablen: erstens die Samplingvariable ‚allgemeine fremdsprachliche Kompetenz‘ und zweitens das Aufgabenmerkmal ,Textsorte‘. Zunächst muss jedoch im Rückblick auf die Ergebnisse zur ersten For- schungsfrage definiert werden, inwiefern die in Kapitel 6 beschriebenen menta- len Prozesse und Strategien der Testteilnehmer vor dem Hintergrund des für die Aufgaben angegebenen Fähigkeitskonstrukts (vgl. Kapitel 2.4.2) als relevant einzuschätzen sind. 7.1 Zur Unterscheidung konstruktrelevanter und konstruktirrelevanter Prozesse und Strategien Das Testkonstrukt der DESI-Hörverstehensaufgaben gibt an, dass die Aufgaben das Verständnis explizit und implizit präsentierter Informationen (Details und Hauptaussagen) überprüfen sollen. Hinsichtlich der theoretisch implizierten Pro- zessebene des Fähigkeitskonstrukts wird in den Testspezifikationen angenom- men, dass dieses Verständnis mit Hilfe der folgenden mentalen Operationen entwickelt wird, die sich in ihrer Reihenfolge den drei Ebenen der Sprachverar- beitung nach Anderson (1985) zuordnen lassen: 1. Wahrnehmung: linguistische Informationen erkennen 2. Analyse: Bedeutungen erschließen und interpretieren 3. Verwendung: entschlüsselte Informationen mit Weltwissen ver- knüpfen, um ein mentales Modell des Hörtextes zu konstruieren Zwei Kategorien...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.