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Mentale Prozesse beim Hörverstehen in der Fremdsprache

Eine Studie zur Validität der Messung sprachlicher Kompetenzen

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Henning Rossa

Diese empirische Studie untersucht die Validität eines Hörverstehenstests in der Fremdsprache Englisch, der in der Schulleistungsstudie DESI zur Messung der Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern der neunten Klasse eingesetzt wurde. Die zentralen Forschungsfragen lauten: Inwiefern gelingt es, mit den Testaufgaben die Facetten des theoretisch spezifizierten Testkonstrukts ‘Hörverstehen in der Fremdsprache Englisch’ zu erfassen? Was geht in den Köpfen der Schülerinnen und Schüler vor, wenn sie die Hörverstehensaufgaben bearbeiten? Inwiefern hängen Erfolg und Scheitern bei der Bearbeitung der Aufgaben tatsächlich von der Fähigkeit ab, die relevanten Informationen in den Hörtexten zu verstehen und aus dem Gedächtnis abzurufen?

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8 Ergebnisse zur dritten Forschungsfrage

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Wie hängt die Aktivierung konstruktrelevanter und konstrukt- irrelevanter Prozesse und Strategien mit erfolgreichen und fehler- haften Aufgabenlösungen zusammen? Im Rahmen der Untersuchung der dritten Forschungsfrage muss überprüft wer- den, inwiefern konstruktirrelevante Prozesse die wahre Ausprägung des Test- konstrukts auf Seiten der Testteilnehmer verschleiern oder überlagern (vgl. Haladyna & Downing Steven M. 2004; van der Veen et al. 2007: 140). Wenn im Sinne der Validitätskonzeption von Borsboom et al. die Ergebnisse der Kompe- tenzmessung in den Prozessen der Aufgabenbearbeitung durch die Ausprägun- gen der spezifizierten Fähigkeit auf Seiten der Testteilnehmer kausal bestimmt werden, sollten Testteilnehmer, die die relevanten Informationen verstanden ha- ben, im Idealfall die richtige Antwortoption auswählen. Im Umkehrschluss soll- ten konstruktirrelevante Prozesse und Strategien, die ein bruchstückhaftes oder nicht vorhandenes Verständnis kompensieren sollen, die Testteilnehmer nicht in die Lage versetzen, die Aufgabe lösen zu können. Die Hypothesen, die sich mit Blick auf die dritte Forschungsfrage ergeben und zur Überprüfung der hier in Anlehnung an Borsboom et al. (2004), Messick (1989) und Weir (2005) postulierten Validitätskonzeption beitragen, lauten: 1. Für die Aktivierung konstruktrelevanter Prozesse und Strategien sind positive Zusammenhänge mit erfolgreichem Antwortverhalten zu erwarten (H3.1). 2. Für die Aktivierung konstruktirrelevanter Prozesse und Strategien sind positive Zusammenhänge mit fehlerhaftem Antwortverhalten zu erwarten (H3.2). Als ‚fehlerhaftes Antwortverhalten‘ werden die Bearbeitungszyklen definiert, die mit der Auswahl einer falschen Antwortoption enden (N=101). Aus dieser Definition ausgeschlossen sind Bearbeitungszyklen, in denen die Testteilnehmer keine Antwort auswählen...

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