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Gute Sprache, schlechte Sprache

Sprachnormen und regionale Vielfalt im Wandel

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Edited By Michael Elmentaler and Ulrich Hoinkes

Die in diesem Band versammelten Beiträge tragen aus je unterschiedlicher Perspektive dazu bei, den Aspekt evaluierender Sprachbetrachtung in die wissenschaftliche Analyse sprachlicher Wirklichkeit zu integrieren. Das Konzept «Gute Sprache, schlechte Sprache» ist ein Element öffentlichen Sprachbewusstseins und Sprachhandelns – oft versteckt, aber fest mit den übrigen Triebfedern des Sprachwandels verbunden. Der Band vereinigt Beiträge aus den Disziplinen der Allgemeinen und Angewandten Sprachwissenschaften, der Latinistik, der Germanistik, der Anglistik, der Romanistik und der Frisistik. Er greift bis in die Sprachgeschichte des Altertums zurück und endet bei neuesten Entwicklungen der Chat-Kommunikation. Die Autorinnen und Autoren sind Mitglieder des Kieler Forschungszentrums «Arealität und Sozialität in der Sprache».

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Uwe Vosberg: Varianten und Varietäten im Wandel. Die Entwicklung von aktiven und passiven Infinitiven bei tough-Konstruktionen und verwandten Strukturen im britischen und amerikanischen Englisch 121

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Varianten und Varietäten im Wandel: Die Entwicklung von aktiven und passiven Infinitiven bei toughKonstruktionen und verwandten Strukturen im britischen und amerikanischen Englisch Uwe Vosberg 1. Einleitung Ein Kieler Forschungsprojekt zu ausgewählten und bisher weitgehend vernach lässigten grammatischen Phänomenen in verschiedenen Standardvarietäten des Englischen versucht mit Hilfe korpusbasierter (empirischer) Methoden allge meine oder unterschiedliche Trends und Entwicklungsstadien in Sprachwandel prozessen sowie regionale Muster und funktionale Prinzipien bei der Verteilung grammatischer Varianten aufzudecken. Die Standardvarietät oder Norm einer Sprache wird gemeinhin als „gut“ emp funden, regionale oder soziale Dialekte sowie nationale Varietäten (wie z.B. das amerikanische Englisch), die von der des Ursprungslandes (hier Großbritannien) abweichen, neigen hingegen öfter dazu, als „schlechter“ bewertet zu werden (vgl. PRINGLE 1985:184). Dieser scheinbar unüberbrückbare Gegensatz kann von einer dritten sprachlichen Komponente, dem Sprachwandel, durch Verände rung von sprachlichen Varianten oder Alternativen (beispielsweise im Vokabu lar, in der Aussprache oder gar in der Grammatik) zumindest zeitweise aufge weicht oder verzerrt werden. Ein Beispiel für diese Veränderungen stellen sogenannte toughKonstruk tionen im Englischen dar, die spätestens seit dem 16. und bis ins 19. Jahrhundert hinein teils deutliche Unterschiede zwischen dem britischen und amerikanischen Englisch im Gebrauch von zwei (grammatischen) Konstruktionsvarianten (akti ver und passiver Infinitiv) aufwiesen. Die Sätze in (1) lassen sich als Umschrei bungen voneinander und daher als semantisch gleichwertig betrachten. (1) a. this book is easy. b. It is easy [ this book]. (itEtraposition) c. This book...

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