Show Less

Die Anwendung des EU-Wirtschaftsrechts auf audiovisuelle Mediendienste

Series:

Stefan Heyer

Die Arbeit analysiert die Anwendung des Primär- und Sekundärrechts der Europäischen Union auf den Sektor der audiovisuellen Mediendienste, unter besonderer Berücksichtigung des Europäischen Wettbewerbsrechts. Den Schwerpunkt der Arbeit stellt zum einen die Analyse der im Rahmen der Europäischen Fusionskontrollverordnung ergangenen Entscheidungen der Europäischen Kommission auf Zusammenschlüsse im Bereich der audiovisuellen Mediendienste dar, zum anderen die Frage der rechtlichen Gewährleistung des Zugangs zu Medieninhalten und der für die Veranstaltung audiovisueller Mediendienste erforderlichen technischen Einrichtungen. Die Untersuchung setzt sich ferner mit der Frage auseinander, inwieweit die Anwendung des EU-Wirtschaftsrechts dazu beiträgt den Pluralismus auf europäischer Ebene zu fördern.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

1. Kapitel : Das Zusammenwachsen der Branchen Medien, Telekommunikation und Informationstechnologie

Extract

23 1. Kapitel : Das Zusammenwachsen der Bran- chen Medien, Telekommunikation und Infor- mationstechnologie Das Zusammenwachsen der Branchen Medien und Telekommunikation, noch ohne weitergehende Berücksichtigung der Auswirkungen der Entwicklungen der Informationstechnologie, ist bereits 1994 auf EU-Ebene thematisiert worden. Ihren Ausgangspunkt nimmt die Diskussion über die Realisierung der Informa- tionsgesellschaft mit dem „Bangemann-Report 1994“,8 der als ein wesentlicher Schritt für die Veröffentlichung des Aktionsplans vom Juli 1994 über „Europas Weg in die Informationsgesellschaft“ anzusehen ist. Dort kündigte die Kommis- sion eine neue Phase ihrer Aktivitäten im Rundfunksektor an. Bereits zu diesem Zeitpunkt führte sie als übergeordnetes Ziel den Aufbau einer europäischen In- formationsgesellschaft an, die durch ein Zusammenwachsen von Rundfunk und Telekommunikation gekennzeichnet sei. Dementsprechend sah der Aktionsplan vor, dass die bisher getrennten Bereiche Medien und Telekommunikation in ei- ner Rahmenordnung zusammengeführt werden sollen. Ein weitergehender Vorstoß in dieser Richtung erfolgte drei Jahre später am 3. Dezember 1997 mit der Veröffentlichung des Grünbuchs zur Konvergenz der Branchen Telekommunikation, Medien und Informationstechnologie und ihren ordnungspolitischen Auswirkungen.9 Dieses Grünbuch stellte die Basis für die weitere Diskussion über die Konvergenz dar, die in einem ersten Schritt in die Verabschiedung eines Pakets von Legislativvorschlägen für die elektronische Kommunikation am 12. Juli 2000 mündete. Der nächste Schritt folgte dann am 7. März 2002 mit der Verabschiedung des sogenannten „Gemeinsamen Rechtsrahmens für elektronische Kommunika- tionsnetze und -dienste“10 und der Veröffentlichung des Telekom-Reformpakets 8 Kommission der Europ...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.