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Alessandro Tassoni (1565-1635)

Metamorphosen des Epos

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Stephanie Neu

Alessandro Tassonis heroisch-komisches Epos La secchia rapita (1622) scheint auf den ersten Blick recht einfach strukturiert zu sein: In zwölf Gesängen wird der Krieg zwischen den norditalienischen mittelalterlichen Städten Modena und Bologna um einen Holzeimer geschildert. Was zunächst «nur» wie eine Epos-Parodie klingt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als vielschichtiges, oft widersprüchliches Spannungsfeld literarischer und wissenschaftlicher Diskurse. Die hier vorgestellte erzähl- und diskurstheoretische Analyse bringt entsprechend die vielfältigen Gattungsbezüge ans Licht und bindet Tassonis poema eroicomico in den zeitgenössischen poetologischen und politischen Kontext ein.

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Inhalt

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1. Einleitung....................................................................................................17 1.1 Einführung: Begründung und Zielsetzung..........................................17 1.2 Alessandro Tassoni: ein unruhiger Geist auf der Suche nach diplomatischem und literarischem Erfolg...................................19 1.3 La secchia rapita oder „Viel Lärm um nichts“...................................23 1.4 Gezügelte Vielfalt: die Struktur der Secchia rapita............................28 1.5 Beschreibung und Editionsgeschichte der Secchia rapita..................34 1.6 Das Umfeld der Secchia rapita: Tassonis Werkspektrum......................................................................39 1.6.1 Sentenze und Pensieri: Tassonis enzyklopädische Schriften ..................................41 1.6.2 Politik, Polemik, Postillen: Tassonis literarische und politische Schriften.....................48 1.6.3 Bernesker Spott und marinistische „ingegnosità“: Tassonis Rime.....................................................................55 1.6.4 Erste tragisch-epische Gehversuche: Enrico und LʼOceano..........................................................63 1.7 Darstellung der gehaltlichen Erforschung der Secchia rapita seit dem 17. Jahrhundert......................................................................73 1.8 Darstellung der aktuellen Gattungsforschung im Hinblick auf das poema eroicomico...................................................................84 1.9 Synthese des bis hier Dargelegten und Feststellung der Lücken und Erfordernisse..................................88 1.10 Formulierung der Desiderate...............................................................90 1.11 Formulierung und Begründung der beabsichtigten Vorgehens- weise: Verbindung diskurstheoretischer und narratologischer Theorien und Analysemethoden..........................................................92 1.11.1 Diskurstheoretische Ansätze...............................................92 1.11.2 Narratologische Parameter................................................100 1.11.3 Parodie, Komik und Lachen: Forschungsansätze und Definitionen................................109 11 2. Alessandro Tassonis Position im literarischen und politischen Kontext seiner Zeit.................................117 2.1 Skizzierung von Tassonis Stellung als „uomo di corte“ und Literat.........................................................................................117 2.2 Tassonis politische Position..............................................................125 2.3 Skizzierung der Dichtungstheorie im 16. und 17. Jahrhundert.........138 2.3.1 Verknüpfung von Rhetorik und Poetik.............................138 2.3.2 Die Gattungsdiskussion in der Renaissance um das Epos......................................................................147 2.3.3 Lob der „moderni“ und Verspottung Homers: Tassonis Haltung zum Epos und zur Komik.....................155 3. Narratologische Untersuchung der Secchia rapita unter Einbeziehung diskurstheoretischer Fragestellungen........................................................169 3.1 Figuren und Erzähler in der Secchia rapita......................................169 3.1.1...

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