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Sprachliche und kommunikative Strukturen von Bannerwerbung im Internet

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Jens Runkehl

Im Internet haben die Nutzer in den verschiedenen kommunikativen Diensten, wie Mail und Facebook, eigene sprachliche Ausdrucksformen gefunden, um zum Beispiel Emotionen transportieren zu können. Durch diese innovative konzeptionelle Veränderung des Sprachgebrauchs werden so die medialen Beschränkungen aufgehoben. Da Werbesprache als steter Impulsgeber für sprachliche Kreativität gilt, geht dieser Band der Frage nach, ob sich die Werbesprache im Bereich der Bannerwerbung des Internets dieser Mittel bedient, oder ob sie sich an ihren bekannten und etablierten Gestaltungsmustern orientiert. Hierfür werden alle relevanten theoretischen Positionen zu Internetwerbung sowie Sprache und Kommunikation im Internet präsentiert und mit einer quantitativen und qualitativen Analyse verbunden.

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7 Fazit und Ausblick

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Bannerwerbung im Internet ist unter den möglichen Formen der Werbung in den Neuen Medien eine Möglichkeit für werbetreibende Unternehmen, Pro- dukte und Dienstleistungen zu vertreiben. Das Format der grafischen Werbe- flächen, auch Display-Ad genannt, besteht dabei seit 1994. Vier Jahre später begann die sprachwissenschaftliche Forschung, sich dieses Gegenstandes an- zunehmen. Bezeichnend für die dort erbrachten Ergebnisse ist, dass sich deren Erkenntnisinteresse vornehmlich auf die genuin neuen Untersuchungsaspekte richtete, wie z.B. die medienspezifisch begründete Veränderung des Einsat- zes des Imperativs, den Gebrauch deiktischer Begriffe oder die Verwendung gesprochensprachlicher Merkmale (z.B. Elisionen, Klitisierungen) in einer schriftsprachlichen Umgebung. Zwar sind darüber hinaus Eigenschaften wie Text-Bild-Beziehungen durchaus thematisiert worden, doch fehlt bislang eine stringente Übertragung relevanter Parameter aus der Werbespracheforschung. Die Vernachlässigung dieser ist umso unverständlicher, da die Einbindung werbesprachlicher Aspekte einerseits ein konstitutives Merkmal sein kann. Die Befunde hierzu geben Auskunft darüber, wie sich der Einsatz werbesprachli- cher Mittel im Verhältnis zu anderen Medien verhält. Andererseits wird so die Möglichkeit geschaffen, die gewonnenen Einsichten zusätzlich vor dem Hin- tergrund der Forschungsergebnisse aus dem Bereich Sprache und Kommunikati- on im Internet zu diskutieren. Diese Lücke hat die vorliegende Arbeit geschlos- sen. Dabei konnten auf den verschiedenen Feldern (Werbesprache, Sprache und Kommunikation im Internet sowie mediale Eigenheiten für Werbung im Internet) Beobachtungen gemacht werden, die – auf der Folie der bisherigen Forschung – ein durchaus heterogenes Bild entfalten. An dieser Stelle sollen die gemachten Beobachtungen in einer verdichteten Form...

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