Show Less

Gesetzgebung und Verwaltung im Dalbergstaat 1802-1810

Series:

Jasmin Sonntag

Die Arbeit befasst sich mit der Gesetzgebung und Verwaltung im Dalbergstaat in den Jahren 1802 bis 1810. In Zusammenfassung der verstreuten Ausführungen zu den Leistungen des Namensgebers, des letzten Reichserzkanzlers Karl Theodor von Dalberg, gewährt die Autorin einen Überblick über die entsprechenden Strukturen in den einzelnen Bestandteilen des Staates. Der Schwerpunkt der Ausführungen liegt dabei auf dem Fürstentum Regensburg. Ausgehend von Dalbergs Persönlichkeit sowie den Rahmenbedingungen und Ursachen, die zur Gründung des Dalbergstaates führten, leitet die Autorin zu dem eigentlichen Staatsgebilde, seinen Bestandteilen und Institutionen über und beleuchtet ausführlich deren Aufgaben und Entwicklungen. Abgerundet wird die Arbeit mit dem Untergang des Dalbergstaates und einem kurzen Ausblick auf die Zukunft seiner Teilstaaten im Königreich Bayern bzw. im Großherzogtum Frankfurt.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

I. Einleitung

Extract

Gesetzgebung und Verwaltung im Dalbergstaat. Der Dalbergstaat? Ein Begriff – seltsam vertraut und doch fremd. Sucht man ihn in herkömmlichen Lexika, wird man, nicht zuletzt aufgrund der nur kurzen Dauer seines Bestands, nur selten fündig werden, ist doch über seinen Namensgeber, den Erzkanzler Karl Theodor von Dalberg, wesentlich mehr verfasst und veröffentlicht worden. Auch nach eingehender Befassung mit der Thematik ginge es fehl, eine solch allgemeingül- tige Beschreibung abgeben zu wollen, würde man dadurch doch der Vielfalt und den Eigentümlichkeiten der dahinterstehenden Institutionen nicht gerecht wer- den können. Doch trotz der Unterschiede wird der Dalbergstaat durch ein we- sentliches, alles einendes Element gekennzeichnet: Karl Theodor von Dalberg, der es durch seinen Willen, seinen Ehrgeiz, sein Einfühlungsvermögen und sein juristisches Talent schaffte, die im Dalbergstaat zusammengefassten Einzelstaa- ten gegen alle Widrigkeiten seiner Zeit zu neuem Ansehen und Glanz zu führen und in Gesetzgebung und Verwaltung zum Vorbild für andere Staaten zu ma- chen. „Ideale sind wie Sterne. Wir können sie nicht erreichen, bestimmen aber wie Seeleu- te mit ihrer Hilfe unseren Kurs.“ (Karl Schurz) Ideale, die unerreichbar sind. Ein Idealist, der das Unerreichbare sucht. Treffen- der könnte das Streben Karl Theodor von Dalbergs, des letzten Reichserzkanzlers, wohl nicht beschrieben werden1. Karl Theodor von Dalberg – Reichsverräter oder Reichspatriot2? Verachtet und geschmäht in seiner Zeit, erfährt Dalberg in der neueren Forschung nun allmählich den Respekt, der ihm gebührt. Aktuellstes Beispiel hierfür stellt das Werk von...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.