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Gesetzgebung und Verwaltung im Dalbergstaat 1802-1810

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Jasmin Sonntag

Die Arbeit befasst sich mit der Gesetzgebung und Verwaltung im Dalbergstaat in den Jahren 1802 bis 1810. In Zusammenfassung der verstreuten Ausführungen zu den Leistungen des Namensgebers, des letzten Reichserzkanzlers Karl Theodor von Dalberg, gewährt die Autorin einen Überblick über die entsprechenden Strukturen in den einzelnen Bestandteilen des Staates. Der Schwerpunkt der Ausführungen liegt dabei auf dem Fürstentum Regensburg. Ausgehend von Dalbergs Persönlichkeit sowie den Rahmenbedingungen und Ursachen, die zur Gründung des Dalbergstaates führten, leitet die Autorin zu dem eigentlichen Staatsgebilde, seinen Bestandteilen und Institutionen über und beleuchtet ausführlich deren Aufgaben und Entwicklungen. Abgerundet wird die Arbeit mit dem Untergang des Dalbergstaates und einem kurzen Ausblick auf die Zukunft seiner Teilstaaten im Königreich Bayern bzw. im Großherzogtum Frankfurt.

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Anhang III: Paraphrase der 22-Punkte-Instruktion

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∗ Die bei der Zivilbesitznahme in der hochstiftischen Regierung verlesene 22 Punkte enthaltende Instruktion, die als Grundlage zur Errichtung eines proviso- rischen Landeskommissariats diente ( - Auszug - ): 1. Das Landeskommissariat besteht aus der Beamtenschaft des ehemaligen Hochstifts, den Kanzlern der ehemaligen Reichsstifte Müller (St. Emmeram), Mayr (Niedermünster), v. Gebrath (Obermünster) und dem Syndikus der Stadt Regensburg Bösner. Präsident ist der bisherige hoch- stiftische Statthalter Dompropst Graf von Thurn. 2. Die Kanzler Müller, Mayr und v. Gebrath sowie Syndikus Bösner sind die Referenten von den zu Departements gewordenen Reichsstiften und der Reichsstadt. Die hochstiftischen Beamten verbleiben in der Verwaltung der bisher schon bestehenden Departements des ehemaligen Hochstifts; darüber hinaus sollen geeignete Gegenstände zu eigenen Departements gemacht werden. 3. Das aus den genannten Personen gebildete provisorische Regierungs- kollegium übernimmt die Administration aller Verwaltungs- und Kameralgegenstände; nämlich a. die Landesverwaltung sämtlicher mittelbarer und unmittelbarer Besitzungen; b. die unmittelbare Verwaltung aller hochstiftischen Einnahmen; c. die Oberaufsicht über die Kameralverwaltung der übrigen bisher mittelbaren oder unmittelbaren Behörden; d. die Oberpolizeiaufsicht. – Die Justizverwaltung verbleibt vorerst bei den bisherigen Behörden. 4. Die bisherigen stiftischen und städtischen Verwaltungen sollen im Namen des Kurerzkanzlers ihre Administration provisorisch fortführen, doch dür- fen ohne Genehmigung in den geistlichen Korporationen keine personel- len Veränderungen, bei geistlichen und weltlichen Behörden keine Verän- derungen in der Beamten- und Dienerschaft vorgenommen werden; es dürfen keine über das gewöhnliche Maß hinausgehende Ausgaben und Veränderungen,...

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