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Entwicklung des Individuums. Gegenstand der Pädagogik

Ein humanontogenetischer Ansatz

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Dieter Kirchhöfer

Dieses Buch sucht bisher angebotene Aussagen einer neu entstehenden Wissenschaft – der Humanontogenetik – auf ihre theoretische Ergiebigkeit für pädagogisches Denken zu befragen. Pädagogische Themen drängen nach einer humanontogenetischen Betrachtung der individuellen Entwicklung, wie Ganzheit, Körper, Bewegung, Rhythmus, Vererbung und Aneignung, Persönlichkeit und Individualität, aber auch Probleme im unmittelbaren Bereich der Bildung wie das Maß und die Wege frühkindlicher Bildung, die einer kindgemäßen Rhythmisierung, der möglichen Ganztätigkeit des Lernens oder die der pädagogischen Professionalität.

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Ein geschlossenes Manuskript zu einer komplexen und ganzheitlichen Wissen- schaft von der Entwicklung und dem Wesen des menschlichen Individuums in seiner Ontogenese liegt noch nicht vor, der Begründer und eifrigste Verfechter dieser Denkrichtung, Karl-Friedrich Wessel, arbeitet daran. Nun ist es nicht üblich, vor Erscheinen eines solchen systematischen Abrisses weiterführende Konsequenzen für andere Disziplinen zu erörtern, aber zum einen sind in der Zwischenzeit viele der Grundideen der Humanontogenetik in der gleichnami- gen Zeitschrift (Zeitschrift für Humanontogenetik, siehe besonders die Hefte 1 (1998), 1, 5 (2002), 1) und in den Berliner Studien zur Wissenschaftsphiloso- phie und Humanontogenetik (Bände 5, 8, 10) an die Öffentlichkeit gelangt, so dass es gerechtfertigt und zudem reizvoll erscheint, einige Aussagen hinsicht- lich ihrer Ergiebigkeit für gegenwärtiges pädagogisches Denken zu befragen. Zum anderen – es ist vielleicht nur mein eigener begrenzter Eindruck – befin- den sich die westeuropäischen pädagogischen Wissenschaften und nur auf die- sen Kultur-,Sozial- und Wissenschaftsdiskurs kann ich mich beziehen – in ei- ner Orientierungs- und Sinnkrise, die einerseits aus einem Erziehungs- und Bildungsnotstand resultiert, wie er zwar von einzelnen wie immer wieder pro- phezeit wurde, für den aber keine theoretischen Angebote zur Lösung vorlie- gen oder solche Angebote keine Beachtung finden. Zugleich verstärken sich die Bestrebungen in den Einzelwissenschaften, insbesondere der Neurobiolo- gie, der Genetik oder Endokrinologie, die Entwicklung des Menschen ganz- heitlich zu erfassen. Die Liste der ungelösten pädagogischen Probleme und des entsprechenden Theoriebedarfs der Pädagogik ist unerschöpflich,...

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