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Quo vadis, Buchhandel? - Vom klassischen Händler zum Anbieter partizipativer Lösungen

Die Entwicklung neuer Standortprofile im Einzelhandel aus der Perspektive deutscher Buchhändler

Dorothea Redeker

Der Buchhandel erlebt aufgrund von Internet und Digitalisierung derzeit einen signifikanten Veränderungsprozess, der mit Rollenverschiebungen und dem Entstehen neuer Kompetenzen verbunden ist. Diese Arbeit untersucht die Strategien kleinerer und mittelständischer Buchhandlungen im Unterschied zu den Konzepten der Buchhandelsfilialisten. Sie geht dabei insbesondere der Frage nach, inwieweit sich das Selbstverständnis der Buchhändler in einem interaktiven und vernetzten Umfeld verändert hat und mit welchen Unternehmensprofilen die Händler weiterhin ökonomisch erfolgreich agieren. Mit diesem Ansatz wird innerhalb der deutschen geographischen Handelsforschung erstmalig der Versuch unternommen, deutungsorientierte und an die Kulturwissenschaften angelehnte Ansätze mit verwertungsorientierten Betrachtungen zu verknüpfen.

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1 Einleitung 9

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9 1 Einleitung 1.1 Einführung Die Einzelhandelslandschaft in Deutschland befindet sich durch Globali- sierung, Technologisierung und differenziertes Konsumentenverhalten in einem konstanten und seit Jahren anhaltenden Veränderungsprozess. Es entstehen neue Betriebsformen und räumliche Konstellationen von Han- delsunternehmen, die bisherige Strukturen der Kleinteiligkeit ablösen. Unter dem Stichwort Marktkonzentration vollzieht sich eine Entwicklung, in der Unternehmen mit konzernbasierter Struktur und internationaler Ausrichtung an die Stelle von inhabergeführten Handelsbetrieben im Ein- zelhandel treten. Die Dominanz größerer Handelseinheiten in preissen- sitiven Märkten resultiert einerseits aus ihrer Umsatzgröße, durch die sie Konditionen im Markt bestimmen können. Andererseits verschaffen sie sich Wettbewerbsvorteile durch Organisationsstrukturen, mit denen in- terne Prozesse effizienter und kostengünstiger gestaltet werden (Porter 1997: 62-77, Müller-Hagedorn 1998: 198-202). In der Folge tendieren kleinere Unternehmen zur Spezialisierung im Sortiment oder zu Service- angeboten, die große Unternehmen wegen fehlender Absatzgrößen und des hohen Individualisierungsgrads nicht bedienen. Die Ursachen der Veränderungen der Einzelhandelsstruktur und ihre Auswirkungen auf Angebots- und Nachfrageseite werden in der Wissen- schaft, insbesondere in den Wirtschaftswissenschaften und in der Geogra- phie, unter dem zusätzlichen Aspekt der Raumdifferenzierung untersucht. Die komplexen Ursache- und Wirkungszusammenhänge erschließen sich in der Geographie aus verschiedenen Forschungsperspektiven und finden ihren Ausgang alternativ in der Angebots- oder Nachfrageseite als Gegens- tand der Untersuchung. Die geographische Einzelhandelsforschung, als eigenständiges Forschungs- gebiet innerhalb der Geographie, konzentriert sich in ihren Untersuchun- gen auf die Angebotsseite und erklärt Standorte und Standortverlagerun- gen des Einzelhandels anhand von mikro...

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