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Work-Life-Balance in Professional Service Firms

Eine empirische Untersuchung der Wirkung von Work-Life-Balance-Initiativen und der arbeitsbezogenen Konsequenzen des Work-Life-Konflikts

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Martin Lothar Stolz

Seit Jahren zählen Professional Service Firms (PSF) zu den attraktivsten Arbeitgebern in Deutschland. Doch sich verändernde Lebensansprüche, insbesondere der Generation Y, machen eine Bindung der High Potentials in PSFs immer schwieriger. Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel der Arbeit herauszufinden, ob durch die Nutzung von Work-Life-Balance-Initiativen (WLB-Initiativen) die Fluktuation in PSFs jenseits der Karriereprinzipien «up-or-out» reduziert wird. Mit Hilfe einer Strukturgleichungsanalyse stellt der Autor fest, dass WLB-Initiativen die Fluktuationsneigung von Mitarbeitern reduzieren und somit eine langfristige Bindung wahrscheinlicher wird. Gleichzeitig zeigt der Autor jedoch kritisch auf, dass die Wirkung von WLB-Initiativen zur Bindung von Mitarbeitern nicht überbewertet werden sollte und verweist dabei auch auf weitere Stellhebel mit möglicherweise größerem Bindungseffekt.

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Einführung

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„We like to work hard. We like to play hard. We love money and all the happiness it brings us. We like to close the bar at 4 am on a Monday night and be at the office a few hours later.“ (http://www.business-punk.com/, abgerufen am 08.02.2010) Seit Jahren zählen Professional Service Firms (PSFs)1, wie z.B. Rechts- und Unter- nehmensberatungen, Investmentbanken sowie Wirtschaftsprüfungsgesellschaften (Kaiser/ Ringlstetter 2011), zu den attraktivsten Arbeitgebern unter Hochschulab- solventen in Deutschland (Redley 2003). Mit reizvollen Arbeitsanforderungen und einer überdurchschnittlichen Bezahlung werden junge, karriereorientierte Absol- venten2 als Mitarbeiter gewonnen. Arbeitszeiten von mehr als 60 Stunden in der Woche, Projektarbeit beim Kunden und hohe Reisetätigkeiten (Blair-Loy 2009, Brett/ Stroh 2003, Litrico/ Lee 2008, Perlow/ Porter 2009, Robertson/ Swan 2003, Wallace 1997) wirken nicht abschreckend, da eine „always on ethic“ (Perlow/ Porter 2009, S. 102), also eine Verfügbarkeit 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, als wesentlich für den individuellen und organisationalen Erfolg betrachtet wird. Wer sich für den Lebensstil des Professional3 entscheidet, scheint sein Leben völlig der Arbeit unterordnen zu wollen, da Mehrarbeit als ein Statussym- bol gesehen wird (Roth/ Zakrzewski 2006). Potenzielle Konflikte zwischen der Erwerbstätigkeit und dem Privatleben4 werden dabei zugunsten der Erwerbstä- tigkeit entschieden. Ganz im Sinne der Professional Service Firms, die meist Mitarbeiter einstellen, welche ihre Arbeit an erste Stelle in ihrem Leben setzen (Blair-Loy 2009). Vor diesem Hintergrund ist es verwunderlich, dass sich Professional Service Firms in jüngster Vergangenheit vermehrt f...

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