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Work-Life-Balance in Professional Service Firms

Eine empirische Untersuchung der Wirkung von Work-Life-Balance-Initiativen und der arbeitsbezogenen Konsequenzen des Work-Life-Konflikts

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Martin Lothar Stolz

Seit Jahren zählen Professional Service Firms (PSF) zu den attraktivsten Arbeitgebern in Deutschland. Doch sich verändernde Lebensansprüche, insbesondere der Generation Y, machen eine Bindung der High Potentials in PSFs immer schwieriger. Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel der Arbeit herauszufinden, ob durch die Nutzung von Work-Life-Balance-Initiativen (WLB-Initiativen) die Fluktuation in PSFs jenseits der Karriereprinzipien «up-or-out» reduziert wird. Mit Hilfe einer Strukturgleichungsanalyse stellt der Autor fest, dass WLB-Initiativen die Fluktuationsneigung von Mitarbeitern reduzieren und somit eine langfristige Bindung wahrscheinlicher wird. Gleichzeitig zeigt der Autor jedoch kritisch auf, dass die Wirkung von WLB-Initiativen zur Bindung von Mitarbeitern nicht überbewertet werden sollte und verweist dabei auch auf weitere Stellhebel mit möglicherweise größerem Bindungseffekt.

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Teil II: Hypothesenentwicklung und Untersuchungsmethode

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Wie in ersten Teil der Arbeit dargestellt, hat der Work-Life Konflikt und mit ihm assoziierte Work-Life Balance Initiativen seinen Ursprung in Fragen der Verein- barkeit von Erwerbstätigkeit und Privatleben. Erhöhte Konflikte zwischen diesen beiden Bereichen werden mit arbeitsbezogenen Konsequenzen, wie z.B. einem Einfluss auf das Commitment, die Arbeitszufriedenheit, aber auch die Fluktuations- neigung von Mitarbeitern in Verbindung gebracht. Vor allem in arbeitsintensiven Branchen, wie der Professional Service Firm Branche, scheint ein erhöhter Kon- flikt zwischen Erwerbstätigkeit und Privatleben häufig vorzuliegen mit der Folge einer vermehrten Mitarbeiterfluktuation. Um festzustellen, ob dieser vermutete Zusammenhang auch empirisch vor- liegt, eignet sich die Durchführung einer quantitativ geprägten Erhebung sowie der Entwicklung eines Fragenbogens. Zuerst müssen hierfür Hypothesen aufge- stellt werden, die auf dem Stand der Forschung basieren. Im Anschluss wird auf Grundlage der Hypothesen ein Fragebogen (II.2) modelliert, der die Hypothesen einer quantitativen Analyse unterzieht. Abschluss findet Teil II in der Methodik und Auswertung (II.3). Hier wird en Detail die in dieser Arbeit verwendete Metho- dik der Strukturgleichungsanalyse100 zur Bestimmung der Ursache-Wirkungs- zusammenhänge dargestellt, insbesondere der varianzbasierte Partial-Least- Squares (PLS) Ansatz. Der Strukturgleichungsanalyse wird gefolgt, da das vor- liegende Modell sich durch komplexe Zusammenhänge mit manifesten Indikato- ren und latenten Konstrukten auszeichnet, die gleichzeitig sowohl erklärende als auch erklärte Variable sein können. Im Anschluss erfolgt die Präsentation der Ergebnisse der Wirkung von Work-Life Balance Initiativen und Konsequenzen des Work-Life Konflikts sowie die methodischen Einschränkungen. 100 In einem Strukturgleichungsmodell...

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