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Wege in den SprachRaum

Methodische Herausforderungen linguistischer Forschung

Edited By Sabrina Braukmeier, Julia Burkhardt and Fleur Pfeifer

Methoden sind Dreh- und Angelpunkt jedes Forschungsprojektes. In jeder Phase von der Datenerhebung bis zur Präsentation der Ergebnisse sind methodische Entscheidungen zentral. In der Ausbildung wissenschaftlichen Nachwuchses spielen gerade empirische Methoden viel zu selten eine Rolle. Ziel des interdisziplinären Nachwuchskolloquiums Empirische Methoden bei der Untersuchung von SprachRäumen in Leipzig war es, methodische Fragen und Probleme in der linguistischen Forschung einmal in den Mittelpunkt zu stellen. Der daraus hervorgegangene Band vereint Beiträge von Nachwuchswissenschaftlern und -wissenschaftlerinnen, die die methodischen Herausforderungen der Korpus- und Diskursanalyse, der Verwendung von Interviews und der Sprachkartographie aufzeigen.

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IV Zugänge zu den Daten: Vom Umgang mit Korpora

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Und was kann man denn mit diesen Daten anfangen? Zur Operationalisierung des Konzepts des initialen und für Korpusabfragen in Korpora gesprochener Sprache1 Adriana Slavcheva (Leipzig) Abstract Im vorliegenden Beitrag soll am Beispiel der Operationalisierungskriterien für das Konzept des initialen und gezeigt werden, wie die technische Aufbereitung gesprochensprachlicher Korpora die linguistische Datenanalyse beeinflusst. Ausgehend von einem Korpus von Transkriptdaten soll der Versuch unternommen werden, einen adäquaten Operationalisierung- sansatz für die Korpusauswertung zu entwickeln. Dafür werden theoriegeleitet formale Krite- rien für die Bestimmung von Einheitengrenzen in der gesprochenen Sprache identifiziert, die auf ihre Anwendbarkeit auf die vorliegenden Korpusdaten hin überprüft werden. Auf der Grundlage der Ergebnisse der empirischen Validierung der vorgeschlagenen Kriterien werden schließlich Mindestanforderungen an Korpora gesprochener Sprache formuliert, die eine praktikable Korpusauswertung zu Phänomenen über Einheitengrenzen hinweg ermöglichen sollen. 1 Einleitung Korpuslinguistische Datenanalysen setzen eine präzise Operationalisierung des zu untersuchenden Phänomens in Abhängigkeit von der technischen Aufberei- tung des jeweiligen Korpus voraus, das als empirische Datengrundlage genutzt werden soll. Dies ist insbesondere bei der Verwendung von Korpora gesproche- ner Sprache keine triviale Aufgabe. Neben der Tatsache, dass gesprochensprach- liche Korpora transkribierte Daten umfassen, die nach eigens dafür entwickelten Transkriptionskonventionen2 verschriftlicht sind, sind solche Korpora in der Regel kaum mit zusätzlichen linguistischen Annotationen angereichert, was Korpusabfragen entscheidend erschwert. Der vorliegende Beitrag reflektiert diese Problematik am Beispiel der Ope- rationalisierungskriterien für das Konzept des initialen und in der gesprochenen Sprache und stellt Mindestanforderungen an ein gesprochensprachliches...

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