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Michael Freund

Wissenschaft und Politik (1945-1965)

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Birte Meinschien

Michael Freund (1902-1972) war der erste Professor für «Wissenschaft und Geschichte der Politik» an der Universität Kiel und gehörte damit zur einflussreichen Gründervätergeneration der westdeutschen Politikwissenschaft nach 1945. Sowohl Freunds universitäres und wissenschaftliches Wirken als Politikwissenschaftler und Historiker als auch sein politisches Engagement und seine umfangreiche journalistische Tätigkeit stehen im Fokus dieser Studie. Somit stellt die Arbeit nicht nur die erste Biographie Freunds dar, sondern bietet zugleich einen Einblick in eine stark historisch orientierte Richtung der frühen westdeutschen Politikwissenschaft. Darüber hinaus leistet sie einen Beitrag zur Verständigung über Wissenschafts- und Universitätsgeschichte nach 1945.

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Geleitwort

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Schon seit einigen Jahren durchlaufen die Geistes- und Sozialwissenschaften einen rapiden Transformationsprozess. Die Gründe hierfür sind einerseits struktureller be- ziehungsweise übergeordneter Natur. Beispiele hierfür sind der quantitative Ausbau der Hochschulbildung sowie die Einführung neuer akademischer Bachelor- und Mas- terabschlüsse, welche wiederum die Reform der Studiengänge notwendig machten. Andererseits spielen hierbei ebenso innerwissenschaftliche Anstöße eine wichtige Rol- le, kam doch spätestens in den 1990er Jahren in vielen akademischen Disziplinen der Wunsch zum Durchbruch, sich von den Interessen älterer Forschergenerationen abzu- kehren und nach neuen Feldern und Methoden Ausschau zu halten. Das gilt auch für die modernen Politikwissenschaften, deren innerfachliche Diskussionen inzwischen eine große, selbst für Spezialisten kaum mehr zu überblickende Vielfalt zwischen den Polen empirisch und normativ begründeter Deutungsentwürfe aufweisen. Angesichts dieser unübersichtlichen Lage kann es kaum verwundern, dass inzwi- schen ebenfalls das Bedürfnis gewachsen ist, die Reflexion über die historischen Tra- ditionen der eigenen Disziplin für den Aufbau einer soliden Basis zur laufenden aka- demischen Selbstverständigung zu nutzen. Während sich die deutsche Politikwissen- schaft lange nur sehr zögerlich gezeigt hat, ihren seit 1945 gepflegten Ursprungs-, Wiedergründungs- und Modernisierungsmythen auf den Grund zu gehen, ist diesbe- züglich seit einigen Jahren eine bemerkenswerte Wende eingetreten. Die Staatsarbeit von Frau Birte Meinschien gehört genau in diesen Kontext, stellt sie doch den Versuch dar, im Blick auf den Protagonisten ihrer Studie die Spezifika und Kontinuitäten der Politikwissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität...

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