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Michael Freund

Wissenschaft und Politik (1945-1965)

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Birte Meinschien

Michael Freund (1902-1972) war der erste Professor für «Wissenschaft und Geschichte der Politik» an der Universität Kiel und gehörte damit zur einflussreichen Gründervätergeneration der westdeutschen Politikwissenschaft nach 1945. Sowohl Freunds universitäres und wissenschaftliches Wirken als Politikwissenschaftler und Historiker als auch sein politisches Engagement und seine umfangreiche journalistische Tätigkeit stehen im Fokus dieser Studie. Somit stellt die Arbeit nicht nur die erste Biographie Freunds dar, sondern bietet zugleich einen Einblick in eine stark historisch orientierte Richtung der frühen westdeutschen Politikwissenschaft. Darüber hinaus leistet sie einen Beitrag zur Verständigung über Wissenschafts- und Universitätsgeschichte nach 1945.

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7.1. Übersicht: Die Gründerväter der Politikwissenschaft

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Zu den „Gründervätern“ werden die ersten Lehrstuhlinhaber des Faches gezählt. Nach Notzel und Rupp handelt es sich bei der ersten Generation der westdeutschen Politik- wissenschaftler um Wolfgang Abendroth, Arnold Bergstraesser, Theodor Eschenburg, Ossip K. Flechtheim, Ernst Fraenkel, A. R. L. Gurland, Ferdinand A. Hermens, Eugen Kogon, Siegfried Landshut, Franz L. Neumann, Carlo Schmid, Otto Stammer, Dolf Sternberger, Otto Suhr und Eric Voeglin.934 Als die zweite Generation werden u. a. Hans Buchheim, Karl Dietrich Bracher, Ernst-Otto Cziempel, Thomas Ellwein, Iring Fetscher, Wilhelm Hennis, Gerhard Lehmbruch, Kurt Lenk, Peter Christian Ludz, Hans Maier, Peter von Oertzen, Kurt Sontheimer und Rudolf Wildenmann935 geführt. Diese zweite Generation der west- deutschen Politikwissenschaftler „besetzte ungefähr ab Anfang der sechziger Jahre die freiwerdenden bzw. neuausgeschriebenen Lehrstühle für Politikwissenschaft.“936 In der Regel wurden sie in der Weimarer Republik geboren – nicht wie die Gründerväter im Kaiserreich –, während der Weimarer Republik und während des Nationalsozialismus sozialisiert und erlebten 1945 als Zäsur, sie konnten in der Folge „erstmals in der Ge- schichte der Disziplin als Politikwissenschaftler habilitieren […] und [erhielten] eine entsprechende venia […].“937 Person Ort und Zeitpunkt der Profes- sur Biographisches GERHARD LEIB- HOLZ (15. November 1901, Berlin – 19.Februar 1982, Göttingen)938 Göttingen 1947/ 1958 Ab 1918 Studium der Philosophie in Heidelberg; 1921 Promotion zum Dr. phil. bei Richard Thoma; Studium der Rechtswissenschaft in Berlin und Heidelberg, 1. Staatsexa- men (1922); 2. Staatsexamen (1926); Promotion zu Dr. jur. 1925; Tätigkeit als Richter; 1926-1929: Referententätigkeit...

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