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Zwischen Moschee und Gesellschaft

Imame in Österreich

Edited By Ednan Aslan

Obwohl die Geschichte des Islam in Österreich viel weiter zurückreicht als die Geschichte der muslimischen Migration nach Österreich, rufen Muslime und ihre religiöse Präsenz nach wie vor kontroverse Diskussionen hervor. Dabei rücken vor allem Imame ins Zentrum der Debatte – als jene Kräfte, die, so die Behauptung, mit ihrer Ablehnung der westlichen Grundwerte der Isolation der Muslime Vorschub leisten und dergestalt eine Gefahr für den sozialen Frieden darstellen. Glaubt man diversen Berichten, bilden Imame und Moscheen jedenfalls den Nährboden für ein gefährliches Religionsverständnis. Wer sind nun diese Imame? Worin besteht eigentlich ihre Tätigkeit? Wird ihr Einfluss überschätzt oder sind sie tatsächlich eine Gefahr für die Gesellschaft und ein Hindernis für die Integration der Muslime?

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Mohammed Hassan Imara: Schüler in einer islamischen Privatschule

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217 Einleitung Trotz der allgegenwärtigen Präsenz des Islam in Europa, besonders in Österreich, und der ausgefeilten Studien, die es in diesem Bereich be- reits gibt, gibt es noch immer keinen Leitfaden, wie man als Pädago- ge mit islamischen Schülern und Jugendlichen umgehen sollte. Und nicht nur bei Jugendlichen, sondern in der gesamten islamischen Ge- meinschaft innerhalb Europas scheint es ein tiefer liegendes Problem mit dem Einleben und einer funktionierenden Integration zu geben. Obwohl es natürlich auch gute Beispiele gibt, stellen diese nicht das vorherrschende Muster dar, was freilich auch an der wenig ausgepräg- ten Akzeptanz seitens der einheimischen Bevölkerung liegt. Mein Ziel ist es hier, jene islamischen Schulen in das Scheinwerferlicht zu stellen, die möglicherweise einen Weg zu einem besseren Miteinan- der gefunden haben. Die Aufgabe der islamischen Schulen ist in diesem Fall vielseitig. Eines ihrer Hauptziele liegt darin, den Jugendlichen – ohne sie ih- rer religiösen Tradition zu entwurzeln – ein Bewusstsein über ihre zukünftige Rolle in der hiesigen Gesellschaft zu vermitteln, um aus ihnen vollwertige österreichische Bürger zu machen, die ihre Rech- Schüler in einer islamischen Privatschule Mohammed Hassan Imara 218 te und Pflichten kennen und in einem funktionierenden Miteinan- der leben, ohne dass es Abgrenzung von irgendeiner Seite gibt. Dieser Weg ist bestimmt kein leichter, und ihn zu fördern ist schwer – vor allem auch deshalb, weil es an der angesprochenen Akzeptanz fehlt. Die Pädagogen sind nicht auf die fremde Kultur vorbereitet, die ih- nen – trotz...

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