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Zwischen Moschee und Gesellschaft

Imame in Österreich

Edited By Ednan Aslan

Obwohl die Geschichte des Islam in Österreich viel weiter zurückreicht als die Geschichte der muslimischen Migration nach Österreich, rufen Muslime und ihre religiöse Präsenz nach wie vor kontroverse Diskussionen hervor. Dabei rücken vor allem Imame ins Zentrum der Debatte – als jene Kräfte, die, so die Behauptung, mit ihrer Ablehnung der westlichen Grundwerte der Isolation der Muslime Vorschub leisten und dergestalt eine Gefahr für den sozialen Frieden darstellen. Glaubt man diversen Berichten, bilden Imame und Moscheen jedenfalls den Nährboden für ein gefährliches Religionsverständnis. Wer sind nun diese Imame? Worin besteht eigentlich ihre Tätigkeit? Wird ihr Einfluss überschätzt oder sind sie tatsächlich eine Gefahr für die Gesellschaft und ein Hindernis für die Integration der Muslime?

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Martin Rupprecht: Die Geschichte der Katholischen Kirche in Österreich und ihr interreligiöser Dialog

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285 Martin Rupprecht Die Geschichte der Katholischen Kirche in Österreich und ihr inter- religiöser Dialog Die ersten Begegnungen Österreichs mit dem Christentum Schon im 2. Jahrhundert nach Christus ist das Christentum durch rö- mische Soldaten in das Gebiet des heutigen Österreich gekommen. Ein frühes Beispiel für die Wirkung christlichen Glaubens ist das Le- ben und der Tod des Heiligen Florian im 4. Jahrhundert. Er war ein römischer Beamter aus der heutigen Gegend um Tulln in Niederös- terreich, der den christlichen Glauben annahm. Daraufhin wurde er zum Tode verurteilt, gefoltert und im Jahr 304 mit einem Mühlstein um den Hals in dem Fluss Enns ertränkt. Bis heute prägt seine Gestalt die Kultur in Österreich. So nennt man hierzulande die Feuerwehr „Florianijünger“, da er als deren Schutzpatron gilt. Überall sind sein Bild oder seine Statuen zu sehen. Der Typus der Märtyrer in den ersten Jahrhunderten hat auch heute noch in der katholischen Frömmigkeit eine motivierende Wir- kung. Auf Tertullian im 2. Jahrhundert geht das Wort zurück: „Das Blut der Märtyrer ist der Same der Kirche.“ Als Kaiser Konstantin im 286 Jahr 313 mit der sogenannten „Mailänder Vereinbarung“ (Toleranz- edikt von Mailand) den Christen die volle Religionsausübung zusi- cherte, konnten sich überall kirchliche Strukturen bilden. Der Auf- bau von Diözesen begann. In der Zeit der Völkerwanderung im 5. und 6. Jahrhundert wanderten verschiedene germanische Stämme in das Gebiet des heutigen Österreich ein, durch die...

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