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Zwischen Aufbegehren und Anpassung

Poetische Figurationen von Generationen und Generationserfahrungen in der österreichischen Literatur- Unter Mitarbeit von Paweł Domeracki und Marta Wimmer

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Edited By Joanna Drynda

Der Sammelband ist das Ergebnis eines bilateralen, polnisch-österreichischen Projekts und setzt sich zum Ziel, die Ästhetisierung und Diskursivierung von Generationskonzepten und -erfahrungen im Rahmen der österreichischen Literatur zu orten. Das zeitliche und thematische Umfeld umfasst ein ganzes Spektrum literarischer Phänomene vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die jüngste Gegenwart hinein. Die Analysen der Darstellungen individueller wie auch gruppenspezifischer Erfahrungen richten ihr Augenmerk auf die Medien der Rebellion sowie auf die Arten der Verständigung über Generationsprobleme. Vor diesem Hintergrund wird der Generationen-Widerstreit beleuchtet, um aufzuzeigen, inwieweit Aufbegehren und Anpassung voneinander entfernt liegen, in welchem Maße sie Ausdruck einer genuinen Geisteshaltung sind und inwiefern sie sich literarischer Programme bedienen oder aber auch diese verwerfen.

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Vorwort

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Der vorliegende Sammelband Zwischen Aufbegehren und Anpassung – poeti- sche Figurationen von Generationen und Generationserfahrungen in der öster- reichischen Literatur ist das Ergebnis eines größeren polnisch-österreichischen Projekts. Die Idee dazu kam während eines der zyklischen bilateralen Germanis- tentreffen, das im Rahmen der Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Germanistik 2008 in Klagenfurt stattfand, und war zweifach bedingt. Das laut hörbare Echo des 40. Jahrestages der Studentenrevolte 1968, die nur eine der Zäsuren war, welche im vergangenen Jahrhundert eine Generation gewaltig zur Sprache kommen ließ, gab die ersten Denkanstöße zur Auseinandersetzung mit den textuell vermittelten Prozessen einer komplexen Generationsdynamik. Aus dem Interesse an der literarischen Gestaltung von Stimmung(en) der Gene- rationen, von Erfahrungen kognitiver wie affektiver Art, die allemal durch gel- tende ästhetische Richtlinien gefiltert werden, resultierte eine Reihe von Fragen. Einerseits danach, wie vor dem Hintergrund konkreter Zeitbedingungen ästheti- sche Darstellungskonzepte von Generationsidentitäten in der österreichischen Literatur entworfen, und über welche Erzählinstanzen sie an den Leser vermit- telt werden. Das Bedürfnis danach, aus den emanzipatorischen Bestrebungen Bilanz zu ziehen sowie die erzielten Resultate auf ihre Anwendungsmöglichkeit hin zu überprüfen, rückte andererseits den reflexiven Aspekt intensiver Textar- beit in den Fokus. Rebellischer Aufbruch ins verlockend Ungewisse, Ablehnung der vorgefundenen Ordnung, Aufbegehren gegen das vermeintlich vorprogram- mierte Schicksal – was bleibt davon übrig, wenn aus der zeitlich distanzierten Perspektive prüfende Betrachtungen darüber angestellt werden? Wenn sozial- kultureller Wandel, (Lebens)Erfahrung, oder aber das Alter den einst begehrten Wertekanon relativieren...

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