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Auf der Suche nach den jüdischen Wurzeln

Zur Kritik «christlicher Sederfeiern»

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Elisabeth Hackstein

Bei der Aufarbeitung ihres Versagens während der Schoa haben sich die Kirchen auf das Judesein Jesu und die eigenen Wurzeln im Judentum besonnen. Dabei richtet sich das Interesse christlicher Gemeinden besonders auf das tiefere Verstehen des Abendmahls. In dem Wunsch, seinem Ursprung näher zu kommen, halten sie am Gründonnerstag das Sedermahl. Der Widerspruch des Judentums gegen die Imitation seiner Tradition und die Ergebnisse der historischen Sederforschung führen zu Anfragen an diese Praxis. Zudem finden mögliche Wirkungen auf den eigenen christlichen Glauben bisher kaum Beachtung. Diese Publikation stellt eine Untersuchung «christlicher Sederfeiern» aus den Jahren 2008 bis 2011 vor und diskutiert die Praxis insbesondere unter dem Aspekt der erneuerten christlich-jüdischen Beziehungen.

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Vorwort

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Sedermähler, die in christlichen Gemeinden von Pfarrer/innen, Kateche- ten/innen und Pfarrgemeinderäten sowie von Tagungsleitenden in christlichen Tagungshäusern gestaltet werden, sind in der Evangeli- schen und der Römisch-katholischen Kirche aktuelle Praxis. Begangen werden diese Feiern i. d. R. am Gründonnerstag, in Tagungshäusern auch an anderen Tagen der Karwoche. Verbunden wird mit diesen Fei- ern die Überzeugung, an das Abschiedsmahl Jesu mit der Stiftung des Herrenmahls anzuknüpfen. Die hiermit vorgelegte Arbeit wendet sich dieser Praxis zu, fragt nach der Relevanz dieser Feiern für die Kirchen, beleuchtet ihre liturgische Gestaltung, stellt die leitenden historischen Vorstellungen und die theologischen Inhalte vor und analysiert und bewertet sie. Zudem diskutiert die Arbeit die von Christen/innen gestal- teten Sederfeiern im Kontext des christlich-jüdischen Dialogs, wie er sich in der Zeit nach der Schoa entwickelt hat. Damit will die Arbeit einen Beitrag leisten zur bewussteren Wahrnehmung und kritischen Diskussi- on dieser Praxis in den Kirchen, ihren christlich-jüdischen Arbeitsge- meinschaften und Studienstellen und in ihren Gemeinden. Diese Arbeit ist in den Jahren 2008 bis 2011 am Seminar für Katholi- sche Theologie an der Freien Universität Berlin entstanden und wurde im Sommersemester 2011 unter dem Titel „Auf der Suche nach den jüdi- schen Wurzeln. Die Übernahme jüdischer Traditionen in christlich- liturgische Feiern vor dem Hintergrund des christlich-jüdischen Ge- sprächs, untersucht am Beispiel christlicher Sederfeiern“ als Dissertation angenommen. Sie hat vielfach Unterstützung gefunden, für die ich herz- lich danke. Mein ganz besonderer Dank...

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