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Nicht-triviale Zusammenführung von Evolutionslehre und christlichem Glauben im Lichte der Philosophie

Wolfgang Senz

Evolutionslehre und christlicher Glaube werden gegenwärtig vor allem als einander konträre Positionen wahrgenommen. Dieses Denken wird von zahlreichen philosophischen Positionen unterstützt. In dem Buch wird zu zeigen versucht, dass lediglich eine solche Evolutionslehre der christlichen Lehre äußerlich ist, die ein reduktionistisches Verständnis von Person bzw. Lebewesen allgemein zum Fundament hat. Worin dieser Reduktionismus besteht, wird in dem Buch ebenso gezeigt, wie darzulegen versucht wird, inwieweit von Seiten der gegenwärtigen Ausgestaltung des christlichen Glaubens die Kontaktnahme mit der Evolutionslehre erschwert wird, da zwischen einer reduktionistischen Ausprägung dieser Lehre und ihrer adäquaten Darlegung nicht hinreichend differenziert wird.

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3 Die neuzeitliche Fachwissenschaftlichkeit (Empirismus) als lichtvolle Sackgasse

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3.1 Einleitung Die neuzeitliche Fachwissenschaftlichkeit (Empirismus) erkennt lediglich den sensualistischen Blick in die Welt als unmittelbaren Zugang zu dieser an, wiewohl im Lichte der Notwendigkeit davon, diesen im oben dargelegten Sinne zugleich „transzendieren“ zu müssen. Dass dieser Zugang zur Welt lediglich kontingent gültige Daten erheben lässt, wird hierbei nicht als unüberwindliche Hürde gese- hen, da, wie dargelegt, „kontingent“ nicht „rein kontingent“ meinen kann, sodass diese Daten, insofern sie nicht schlichtweg ignoriert werden können, an etwas an- gelegt werden können müssen, das die Thematisierung und Verwendung dessen erlaubt, das sie nicht rein kontingent gültig sein lässt, und insofern als „notwen- dig“ verstanden werden kann, den unendlichen Regress im Hinterfragen ab- während. In Kapitel 2 ist die Behauptung aufgestellt worden, dass der Empirismus ein Irrweg ist, konkret ein solcher, der zwar auf Defizite in den Vorgängerpositionen („schichtenontologisches Modell“) reagiert, ohne aber das zentrale Defizit in die- sen Positionen zu thematisieren, wie es sich bezüglich dem Verstehen der Werde- welt und in Folge der Ganzheitlichkeit von Hinterfragen-Müssen zeigt. Zugleich ist dem Empirismus attestiert worden, nicht in einem Wurf jene Emanzipation von vorgefundenen Denktraditionen schaffen zu müssen, gegen die er sich wendet. Insofern ist das empiristische Denken als auf dem Wege zu seiner Konsolidierung verstehbar. Trifft es aber zu, dass der Empirismus das eigentliche Problem aus- blendet und somit nicht rechtfertigbar ist, so stellt der Weg, den er also beschrei- tet, einen Irrweg, bzw. eine Sackgasse dar, da er...

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