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Nicht-triviale Zusammenführung von Evolutionslehre und christlichem Glauben im Lichte der Philosophie

Wolfgang Senz

Evolutionslehre und christlicher Glaube werden gegenwärtig vor allem als einander konträre Positionen wahrgenommen. Dieses Denken wird von zahlreichen philosophischen Positionen unterstützt. In dem Buch wird zu zeigen versucht, dass lediglich eine solche Evolutionslehre der christlichen Lehre äußerlich ist, die ein reduktionistisches Verständnis von Person bzw. Lebewesen allgemein zum Fundament hat. Worin dieser Reduktionismus besteht, wird in dem Buch ebenso gezeigt, wie darzulegen versucht wird, inwieweit von Seiten der gegenwärtigen Ausgestaltung des christlichen Glaubens die Kontaktnahme mit der Evolutionslehre erschwert wird, da zwischen einer reduktionistischen Ausprägung dieser Lehre und ihrer adäquaten Darlegung nicht hinreichend differenziert wird.

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8 Nicht-Naive Zusammenführung der katholischen und der fachwissenschaftlichen Evolutionslehre

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Am Anfang des vorliegenden Textes ist auf Ausführungen von Kardinal Schön- born geblickt worden, und ebenso soll es am Beginn des nun anstehenden ab- schließenden Kapitels der Fall sein53. Konkret soll anhand der folgenden Zitate dargelegt werden, dass die hier vertretene Position anscheinend dem Katholischen Glauben „viel abverlangt“, wenn sie für die Beachtung des mittelbaren Charakters der Werdewelt-Analyse eintritt, dass sich bei genauerer Betrachtung dieser An- schein aber auflöst und der Blick frei wird für eine befriedigende Zusammen- führung von Katholischem Glauben und Evolutionslehre. Im Sinne hiervon sei aus der 2. Katechese von Kardinal Schönborn zusam- mengetragen „Was sagt der christliche Glaube an ‚Gott den Schöpfer’ und die Schöpfung? Nach klassischer katholischer Lehre, wie sie im Katechismus der Katholischen Kirche (KKK) … dargestellt wird: Sie enthält vier Grundelemente: 1) Die Schöpfungslehre besagt, dass es einen absoluten Anfang gibt – „Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde“ – und dass dieser absolute Anfang die freie souveräne Setzung des Seins aus dem Nichts ist … 2) Zweitens gehört zur christ- lichen Schöpfungslehre, dass die Geschöpfe sich unterscheiden: die Unterschei- dung der Geschöpfe, „jedes nach seiner Art“, so heißt es im ersten Kapitel der Ge- nesis. Es ist das Sechs-Tage-Werk der ersten Seite der Bibel. .. 3) Das Dritte, …, ist ganz grundlegend wichtig für den christlichen Schöpfungsglauben. Wir glau- ben nicht nur an einen absoluten Anfang, sondern auch an die Erhaltung der Schöpfung, Gott hält alles,...

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