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Bilingualer Geschichtsunterricht

Theorie, Praxis, Perspektiven

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Elke Müller-Schneck

Bilingualer Unterricht (BU) findet zunehmend Verbreitung in Deutschland. Die Qualität der bilingualen Sachfächer, zu denen u.a. das Fach Geschichte zählt, steht bei Befürwortern und Gegnern des BU im Zentrum der Auseinandersetzung. Welche Chancen bzw. Probleme bietet BU für bilingual unterrichtete Sachfächer? Welche Inhalte, Methoden und Unterrichtsmaterialien eignen sich besonders? Wie werden sprachliche Probleme gelöst? Wann sollte die Muttersprache bzw. die Fremdsprache verwendet werden? Wie sind Leistungen zu bewerten und zu zertifizieren? Die Arbeit greift u.a. diese Fragen auf. Es wurden Lehrkräfte aller Schulformen und Schulen in Nordrhein-Westfalen befragt, an denen systematischer deutsch-englischer Geschichtsunterricht erteilt wird. Ein umfassender Überblick über Modelle und Stand des bilingualen (Geschichts-)Unterrichts in NRW konnte so entwickelt werden. Neben den empirischen Befunden wurden interdisziplinäre Forschungsergebnisse der Bezugsdisziplinen berücksichtigt sowie notwendige erkenntnis-, lerntheoretische und didaktische Grundlagen definiert. Die Studie richtet sich daher besonders an Lehrer, Schulleiter, Unterrichtsplaner, Studierende und Wissenschaftler.

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3. Entwicklung und Organisation des bilingualen Unterrichts in NRW

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Die Literatur zum BU ist inzwischen umfangreich58. Praktische Erfolge bilingu- alen Unterrichts werden häufig betont59. Im Wesentlichen ist die Sichtung und Weiterentwicklung der aktuellen Formen des BU bisher den Landesinstituten und Ministerien überlassen worden60. Zugleich haben sich die Kultusminister der Länder darum bemüht, ihr Vorgehen bundesweit zu koordinieren. Ein Er- gebnis dieser Zielsetzung ist das 31-seitige Papier Konzepte für den bilingualen Unterricht (1999), das von der Arbeitsgruppe ‘Bilinguale Züge’ erarbeitet und dem Schulausschuss am 4. Januar 1999 in seiner endgültigen Fassung vorgelegt wurde. Weitere Berichte sind für die Zukunft geplant (Konzepte für den bilin- gualen Unterricht 1999: 4f.). Darüber hinaus gibt es bisher noch keine umfassenden Darstellungen und Analysen der bilingualen deutsch-englischen Unterrichtsrealität in Nordrhein- Westfalen. Ziel dieses Abschnitts ist es daher, die gegenwärtigen bilingualen deutsch-englischen Ansätze auf Landesebene überblicksartig vorzustellen. Nur auf der Grundlage einer Analyse der Organisationsformen bilingualer Angebote ist es möglich, daran anschließend bGU angemessen zu untersuchen, zu bewer- ten und weiterzuentwickeln. 58 Es ist hier nicht möglich, alle Veröffentlichungen zu nennen. Bei den folgenden Titeln han- delt es sich eher um Publikationen, die BU allgemein beschreiben bzw. sich organisatori- schen Gesichtspunkten widmen. Weitere Veröffentlichungen werden in den folgenden Kapi- teln aufgegriffen. Baier (1991); Bludau (1996); Bufe (1996); Christ (1991); Christ (1992); Christ (1996); Kästner (1993); Konzepte für den bilingualen Unterricht (1999); Krechel (1996a); Otten / Thürmann (1993); Raasch (1995); Raasch (1996); Schmid-Schönbein/ Goetz/ Hoffknecht (1994)...

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