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Die einkommensteuerliche Problematik der Buchwertfortführung

Übertragung stiller Reserven und Gewinnrealisierung im Einkommensteuerrecht

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Frauke Schulmeister

Die Arbeit hat zum Ziel, Sinn und Zweck der Buchwertfortführung im Einkommensteuerrecht zu analysieren. Zunächst werden die wesentlichen Fallgruppen dargestellt, in denen die Methode der Buchwertfortführung zur Anwendung kommt. Dieser Darstellung folgt ein theoretischer Abriß über das Verhältnis der Buchwertfortführung zur Gewinnrealisierung. Im letzten Teil der Arbeit werden die theoretischen Erkenntnisse, die zuvor gewonnen wurden, auf die einzelnen Fallgruppen übertragen.

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Einführung in die Thematik 11

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Einführung in die Thematik Die Buchwertfortführung spielt eine Rolle im Zusammenhang mit der Gewinnbe- steuerung im Einkommensteuerrecht. Bei den sogenannten Gewinneinkünften (§2 Abs.2 Nr.1 EStG), nämlich den Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft (§2 Abs.1 Nr.1 1.Alt EStG), den Einkünften aus Gewerbebetrieb (§2 Abs.1 Nr.1 2.Alt EStG) und den Einkünften aus selbständiger Arbeit (§2 Abs.1 Nr.1 3.Alt EStG), bildet eben der Gewinn die Einkünfte, die nach Maßgabe des §2 Abs.4 EStG in das Einkommen, nach dem sich die Einkommensteuer bemißt, eingehen. Der Gewinn wird nach den §§4 ff EStG ermittelt, gemäß §4 Abs.1 EStG prinzi- piell durch Betriebsvermögensvergleich. Danach werden die Werte des Betriebs- vermögens zu Beginn und zu Ende des Besteuerungsabschnitts einander gegen- übergestellt. Ergibt sich dabei, daß das Betriebsvermögen an Wert zugenommen hat, so bedeutet das Gewinn, etwa Gewinn aus Gewerbebetrieb und damit ge- werbliche Einkünfte. Würden jährlich für jeden Besteuerungsabschnitt die „wahren" Werte der ein- zelnen Wirtschaftsgüter des Betriebsvermögens erfaßt, dann existierte die Pro- blematik der Buchwertfortführung nicht. §6 EStG schreibt jedoch für die Zwecke der Einkommenbesteuerung eine Bewertung vor, bei der es zu sogenannten stil- len Reserven in den bewerteten Wirtschaftsgütern kommen kann. So verhält es sich, wenn der für das Wirtschaftsgut in den Büchern ausgewiesene Wert unter dem sogenannten Teilwert (§6 Abs.1 Nr.1 S.3 EStG) oder auch unter dem ge- meinen Wert (z.B. §16 Abs.3 S.5 EStG) liegt. Die...

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