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Die einkommensteuerliche Problematik der Buchwertfortführung

Übertragung stiller Reserven und Gewinnrealisierung im Einkommensteuerrecht

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Frauke Schulmeister

Die Arbeit hat zum Ziel, Sinn und Zweck der Buchwertfortführung im Einkommensteuerrecht zu analysieren. Zunächst werden die wesentlichen Fallgruppen dargestellt, in denen die Methode der Buchwertfortführung zur Anwendung kommt. Dieser Darstellung folgt ein theoretischer Abriß über das Verhältnis der Buchwertfortführung zur Gewinnrealisierung. Im letzten Teil der Arbeit werden die theoretischen Erkenntnisse, die zuvor gewonnen wurden, auf die einzelnen Fallgruppen übertragen.

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2. Teil - Die Problematik der Gewinnrealisierung 127

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2. Teil Die Problematik der Gewinnrealisierung A. Vorüberlegungen I. Zum Verhältnis zwischen Buchwererührung und Gewinnrealisierung Buchwertfortführung und Gewinnrealisierung sind Gegensatzpaare. Wenn die Buchwerte fortzuführen sind, kommt es nicht zu einer Gewinnrealisation. Umge- kehrt können im Fall der Gewinnrealisierung die Buchwerte eben nicht fortge- führt werden. Es kann nur das eine oder das andere geben. Wäre es nun möglich, nach Maßgabe des Gesetzes mit Sicherheit festzustellen, wann stille Reserven in einem Wirtschaftsgut oder ganz allgemein in einem Betriebsvermögen der Be- steuerung zu unterwerfen sind, wann also nicht mehr die Buchwerte, sondern der Teilwert oder ein gemeiner Wert der Gewinnermittlung zugrundezulegen sind, dann brauchte man nicht von einer „Problematik der Gewinnrealisierung" zu sprechen. In einigen Fällen verhält es sich auch so. Wird ein Wirtschaftsgut, des- sen Teilwert über dem Buchwert liegt, zum Teilwert veräußert, dann wird der zu- vor in den stillen Reserven verborgene Wertzuwachs des Betriebsvermögens bi- lanziell sichtbar, weil die Bilanz den Veräußerungsgewinn ausweist. Wer nur die- sen Fall, wie dies dem Handelsrecht entspricht, als eine Gewinnrealisierung be- trachtet, könnte geneigt sein, sie als eine lediglich rechtstechnische Erscheinung zu begreifen. Die Gewinnrealisierung wäre dann unproblematisch und ohne eine wertende Betrachtung zu bewältigen. So aber verhält es sich im Einkommensteuerrecht richtigerweise nicht. Das müßte bereits deutlich werden, wenn man nach dem Grund dafür fragt, weswegen im Betriebsvermögen stille Reserven entstehen können und also nicht jeweils...

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