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Stadtraum in Performance

"Site-specific Performance Art</I> und die Kunst des Alltags

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Katia Beuth

Diese Studie verbindet drei aktuelle Diskurse um den städtischen öffentlichen Raum: den soziologischen und stadtarchitektonischen Diskurs um Stadterneuerungsmaßnahmen, Gentrifizierung, Raumstrukturierung, Privatisierung, Urbanisierung und zunehmende Überwachung, die aktuellen Strömungen in der site-specific Performance Art in Deutschland und Großbritannien sowie die Theorien des Alltagslebens, die u. a. von Michel de Certeau, Marc Augé und Roland Barthes entwickelt wurden. Durch das Zusammenführen künstlerischer Positionen, die durch die Beschreibung konkreter Performancearbeiten dargestellt werden, und soziologischer, philosophischer und anthropologischer Theorien entwickelt die Autorin die These, dass Städte erst durch eine Praxis und die Ablagerung von Geschichten und Erinnerungen bewohnbar werden.

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6. „A Decade of Forced Entertainment“ – Repräsentationen

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„A Decade of Forced Entertainment“ war eine Performance-Lecture und ein Rückblick auf zehn Jahre Forced Entertainment. Wie auch „The Travels“ und „Nights in This City“ gehört „A Decade“ in eine Reihe von Forced Entertain- ment Performances, die sich mit Taktiken des „Mappings“ beschäftigen. Sie unternehmen den Versuch, die Geschichte der Gruppe und ihrer Mitglieder so- wie politische und historische Ereignisse zu dokumentieren, versuchen, jene „Praktiken im Raum“ darstellbar zu machen, jenem Impuls hinter dem „Guide psychogéographique“ gerecht zu werden, und äußere Landschaft und innere Topographie abzugleichen. Die Frage nach der Darstellbarkeit zieht sich in den verschiedensten Formen durch Forced Entertainments Performances. In den frühen Produktionen, aber auch in ihrer letzten, „Spectacular“265, hat sich diese Frage vor allem in der Auseinandersetzung mit und der Dekonstruktion der traditionellen Theatermittel der Repräsentation niedergeschlagen. Aber auch im Hinblick auf die Vermittelbarkeit und Transportierbarkeit außerhalb des Theaters vorgefundener Gefühle, Stimmungen, flüchtiger Konstellationen, Ideen, Atmosphären beschäftigt die Frage ihrer Darstellbarkeit die Performer, wie wir im Kapitel „Ground Plans for Paradise“ gesehen haben. Auch in der Performance-Lecture „A Decade of Forced Entertainment“266 spielte sie eine prägnante Rolle, hier jedoch in Bezug auf Möglichkeiten und adäquate Mittel zur Darstellung und Repräsentation von Erinnerungen. „A Decade of Forced Entertainment“ kann als Spiel zwischen verschiedenen Repräsentationen beschrieben werden, zwischen den Verschie- bungen und Verdichtungen, Mutilationen und Mutationen zwischen „mémoire involontaire“ und „mémoire volontaire“, der Erinnerung und der Erzählung...

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