Show Less

Stadtraum in Performance

"Site-specific Performance Art</I> und die Kunst des Alltags

Series:

Katia Beuth

Diese Studie verbindet drei aktuelle Diskurse um den städtischen öffentlichen Raum: den soziologischen und stadtarchitektonischen Diskurs um Stadterneuerungsmaßnahmen, Gentrifizierung, Raumstrukturierung, Privatisierung, Urbanisierung und zunehmende Überwachung, die aktuellen Strömungen in der site-specific Performance Art in Deutschland und Großbritannien sowie die Theorien des Alltagslebens, die u. a. von Michel de Certeau, Marc Augé und Roland Barthes entwickelt wurden. Durch das Zusammenführen künstlerischer Positionen, die durch die Beschreibung konkreter Performancearbeiten dargestellt werden, und soziologischer, philosophischer und anthropologischer Theorien entwickelt die Autorin die These, dass Städte erst durch eine Praxis und die Ablagerung von Geschichten und Erinnerungen bewohnbar werden.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

11. Zusammenfassung und Ausblick

Extract

Viele Performances und Performancekünstler, die in den letzten Jahren interes- sante und dem Thema dieser Arbeit verwandte Projekte durchgeführt haben, haben aus Platzmangel leider keinen Eingang in diese Arbeit gefunden, so z.B. Gob Squad mit „Super Night Shot“, Walter Siegfried mit seinen „Stadttänzen“ und „Situativen Gesängen“, Hina Strüver mit „auto-mobility“, Fiona Templeton mit „YOU – The City“, Blast Theory mit interaktiven Spielen wie „Rider Spoke“ und „Uncle Roy All Around You“, The Builders Association mit „Alladeen“ und „Continuous City“, oder Paul Sermon mit „Liberate your Avatar“. Gerade mit Blast Theory, The Builders Association und Paul Sermon hätte das Thema in Richtung Internet und „Sim City“583 weiter entwickelt werden können. Mit „Un- cle Roy All Around You“ ließe sich die durch das Internet veränderte Raum- wahrnehmung diskutieren, mit „Alladeen“ und „Continuous City“ die Stadt und ihre Einwohner im Spannungsverhältnis zwischen globalen und lokalen Kräften und Abhängigkeiten verorten, und mit Sermons Arbeiten ein Einblick gewinnen in virtuelle Welten, die sich mit der physischen Welt verweben. Mit den Arbei- ten dieser Performancekünstler ließe sich der Frage nachgehen, ob und wie sich Erinnerungen und Geschichten in virtuellen Stadtlandschaften – mittlerweile hat jede Großstadt ihr Double in Second Life – ablagern (können); der Frage, wie sich die Raumwahrnehmung verändert vor einer Mattscheibe, die eine Tiefe nur simuliert und den Körper essentiell ausschließt (obwohl vielleicht bald Gerüche ‚übertragen‘ werden können584); und der Frage, wie sich unser Identit...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.