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Determinanten der Prüferwahl und des Prüferwechsels auf dem deutschen Prüfungsmarkt für börsennotierte Unternehmen

Eine theoretische und empirische Untersuchung

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Michael Fischkin

Der Fokus dieser Arbeit liegt auf der empirischen Analyse des deutschen Abschlussprüfungsmarktes für börsennotierte Unternehmen. Neben der Berechnung von Marktanteilen der in die Analyse einbezogenen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften (Prüfungsmarktkonzentrationsanalyse) untersucht der Autor primär die Determinanten der Nachfrage nach hoher Prüfungsqualität sowie Faktoren, die die Beendigung des Prüfungsvertragsverhältnisses nach der Prüfungsperiode erklären. Die theoretische Grundlage der Arbeit bildet die positive Prinzipal-Agent-Theorie. Die empirische Untersuchung bestätigt die hohe Anbieterkonzentration auf dem deutschen Prüfungsmarkt mit der klaren Tendenz der Marktführerschaft von PwC und KPMG. Die Prüferwahlanalyse zeigt, dass neben der Mandantengröße die Ausgestaltung der Eigentümerstruktur des geprüften Unternehmens einen signifikanten Einfluss darauf hat, ob hohe Prüfungsqualität nachgefragt wird oder nicht. Die Ergebnisse der Prüferwechselanalyse bringen zum Vorschein, dass trotz der hohen Marktkonzentration zwischen den großen Prüfungsgesellschaften ein reger Wettbewerb um börsennotierte Mandate vorherrscht.

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Kapitel VI Empirische Untersuchungen

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1 Einleitende Anmerkungen Im Folgenden werden drei eigenständige empirische Untersuchungen durchge- führt. Zunächst wird die Struktur des deutschen Prüfungsmarktes für börsenno- tierte Unternehmen zwischen 2003 und 2006 aufgezeigt. In diesem Rahmen werden die Marktanteile von dominanten Prüfungsgesellschaften berechnet so- wie mittels verschiedener Konzentrationsmessmethoden die Marktkonzentration auf dem Prüfungsmarkt geschätzt. Anschließend werden die im Kapitel V auf- gestellten Prüferwahl- und Prüferwechselhypothesen mittels logistischer Determinantenmodelle getestet. Insbesondere für die Prüferwahl- und die Prüferwechselanalyse, mittels de- rer die schwierig zu greifenden mandantenspezifischen Anreize geschätzt wer- den sollen, gilt, dass die entsprechenden empirischen Untersuchungen auf einer ökonomisch fundierten theoretischen Basis beruhen und die methodische Um- setzung der Theorie plausibel ist. Hiermit ist die zentrale Aufgabe der empiri- schen Forschung angesprochen, die in der kritischen Prüfung von Theorien bzw. Modellen im Hinblick auf ihre Realitätsangemessenheit besteht.707 Im Bereich des Prüfungswesens stellt die positive Theorie einen typischen empirischen An- satz dar.708 Bezogen auf Abschlussprüfung versucht dieser Forschungsansatz, empirischen Arbeiten aus dem Bereich des Prüfungswesens mittels der Ablei- tung von zu testenden Hypothesen auf der Basis eines theoretischen Gerüsts (positive Prinzipal-Agent-Theorie) einen konzeptionellen Rahmen zu verlei- hen.709 Für das Prüfungswesen ergibt sich die Notwendigkeit einer empirischen Orientierung daraus, dass ohne eine realwissenschaftliche Forschungskonzepti- on keine Aussagen hinsichtlich der Akzeptanz oder Ablehnung wissenschaftli- cher Theorien oder Modelle getroffen werden können.710 Neben der Notwendig- 707 Vgl. Lenz (2002), Sp. 629. 708 Zur Anwendung der...

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