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Das Konzept der idealen Metropole in Theorie und Praxis am Beispiel von Berlin

Majken Bieniok

Im Zuge der Globalisierung ändern sich die vielfältigen urbanen Lebensbedingungen kontinuierlich, wodurch der Bedarf an sinnvollen Entwicklungskonzepten für Städte und besonders Metropolen verstärkt wird. Stadtentwicklungskonzepte sind jedoch häufig von wirtschaftlichen Interessen und theoretischen Modellen geprägt. Sie laufen daher Gefahr, an den realen Bedürfnissen der Bewohner vorbei zu gehen. Ziel dieser Untersuchung ist es, einen Beitrag für eine bedürfnisorientierte Stadtentwicklung und somit auch zur Vorbeugung negativer individueller und sozialer Entwicklungstendenzen zu leisten. Hauptziel der Arbeit ist die Identifikation der erwünschten und unerwünschten Entwicklungstendenzen einer Metropole, indem Metropolenmerkmale, lebensraumbezogene Bedürfnisse, deren Zusammenhang sowie die Relevanz von Metropolenmerkmalen für Berliner Stadtplaner bestimmt werden.

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7. Bewertung, Diskussion und Fazit der Untersuchungen

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7.1. Zusammenfassung der Ergebnisse Ausgangspunkt der Untersuchungen war der steigende Bedarf an sinnvollen und den Bedürfnissen der Bewohner angepassten Leitbildern für die Stadtplanung und –entwicklung. Insbesondere das Konzept des Stadttypus Metropole und sei- ne Anwendung innerhalb der Berliner Stadtplanung und –entwicklung wurden in den Fokus gerückt. Die folgenden drei Fragen standen daher im Zentrum der Untersuchungen: 1. Was macht eine Metropole aus bzw. durch welche Merkmale ist sie gekennzeichnet? 2. Welche lebensraumbezogenen Bedürfnisse bestehen bei den Be- wohnern einer Metropole und in welchem Maße werden sie durch spezifische Metropolenmerkmale befriedigt? 3. Wie werden die Metropolenmerkmale und damit zusammenhän- gende Bedürfnisse der Bewohner bei der realen Stadtplanung und Stadtentwicklung in Berlin bewertet und berücksichtigt? Das Konzept Metropole Das Konzept Metropole konnte mit seinen Merkmalen spezifiziert werden. Es wurden 71 relevante Metropolenmerkmale bestimmt (Untersuchung 1, Kap. 4.1.). Zudem konnten die Metropolenmerkmale nach inhaltlichen Kriterien in Gruppen zusammengefasst werden (Untersuchung 2, Kap. 4.2.). Diese Gruppie- rung spezifiziert die Beziehung zwischen den Merkmalen des Metropolenkon- zeptes. Dadurch können seine Struktur und Semantik in einer ersten Näherung bestimmt werden (Klix, 1976, 1992; Hoffmann, 1996). Die identifizierten Met- ropolenmerkmale konnten durch die Kennzeichnung weiterer Eigenschaften charakterisiert werden (Untersuchung 3, Kap. 4.3.): - Relevanz für das Metropolenkonzept (Zentralität), - emotional bedeutsame Qualitäten (emotionale Valenz und Arousalpotential) und - Abstraktionsgrad. 128 Es konnte gezeigt werden, dass diese Merkmalseigenschaften nicht unabhängig voneinander sind, sondern spezifische Wechselwirkungen eingehen. Der Ver- gleich von Experten- mit Non-Expertenurteilen ergab...

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