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Vorteilsanrechnung bei nützlichen Pflichtverletzungen im Kapitalgesellschafts- und Kartellrecht

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Jochen Möller

Die Frage nach der Strenge der Haftung der Organe von Kapitalgesellschaften ist stets ein Spiegelbild der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft. Im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise wird in der öffentlichen Meinung erneut eine Verschärfung der persönlichen Haftung thematisiert. Das Problem der Vorteilsanrechnung bei nützlichen Pflichtverletzungen ist in der Literatur in der Regel nur als Nebenfolge zu dem Problem der Tatbestandlichkeit nützlicher Pflichtverletzungen behandelt worden. Die Arbeit soll ausgehend von der sogenannten «Siemens-Affäre» diese Lücke für den Bereich des Kapitalgesellschafts- und des Kartellrechts schließen.

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Inhaltsverzeichnis

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A. Einleitung ............................................................................................................. 1 I. Problemaufriss ..................................................................................................... 1 II. Gang der Bearbeitung ........................................................................................ 6 B. Schuldverhältnis ................................................................................................. 7 C. Die Pflichtverletzung im Aktien- und GmbH-Recht ................................... 9 I. Die Pflichten des Vorstands .............................................................................. 9 1. Die Sorgfaltspflicht ........................................................................................ 12 a. Allgemein .................................................................................................... 12 b. Legalitätspflicht .......................................................................................... 12 c. Aufsichts- und Organisationspflichten .................................................. 13 1) Vorstandsinterne/horizontale Überwachungspflicht ....................... 14 2) Überwachungspflichten bei vertikaler Arbeitsteilung ..................... 16 a) Haftung nur für Eigenverschulden ..................................................... 16 b) Pflichtverletzung wegen unzulässiger Delegation ........................... 17 (1) Organisationspflichten als Leitungsaufgaben ............................ 17 (a) Leitungsaufgaben ........................................................................ 17 (b) Organisationspflichten................................................................ 18 (2) Pflichtengefüge bei statthafter Delegation .................................. 18 (a) Auswahlsorgfalt ........................................................................... 19 (b) Einweisungssorgfalt .................................................................... 20 (c) Überwachungssorgfalt ................................................................ 22 c) Compliance-System ............................................................................... 23 d) Risikomanagementsystem .................................................................... 24 3) Zusammenfassung.................................................................................. 25 d. Exkurs: Problempunkt Korruption ......................................................... 26 2. Die Treuepflicht ............................................................................................. 28 a. Pflicht zu loyalem Verhalten .................................................................... 29 b. Pflichten bei Geschäften mit der Gesellschaft ....................................... 29 c. Geschäftschancenlehre .............................................................................. 30 d. Verbot der Ausnutzung der Organstellung für private Zwecke ....... 30 3. Sonstige Pflichten des Vorstands ................................................................ 30 II. Pflichtverstoß auch bei überwiegenden Vorteilen für die Gesellschaft .. 30 1. Verstoß gegen gesetzliche Bestimmungen ................................................ 31 a. Anwendbarkeit der Business Judgment Rule ....................................... 31 1) Erforderlichkeit einer Business Judgment Rule im deutschen Recht .......................................................................................................... 32 2) Vergleich mit der Business Judgment Rule amerikanischer Prägung .................................................................................................... 35 3) Voraussetzungen .................................................................................... 37 X 4) Haftungsfreiräume ................................................................................ 37 5) Die Tatbestandsvoraussetzungen im Einzelnen ............................... 38 a) Unternehmerische Entscheidung ....................................................... 38 (1) Regierungsbegründung ................................................................. 38 (2) Verschiedene Definitionsansätze ................................................. 38 (3) Lösungsvorschlag ........................................................................... 40 b) Handeln zum Wohle der Gesellschaft ............................................... 41 c) Handeln ohne Sonderinteressen und sachfremde Einflüsse .......... 41 d) Sorgfältige Vorbereitung und angemessene Information............... 42...

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