Show Less

Fit für Arbeitsvermittlung, Beratung und Integration

Series:

Edited By Franz Egle and Hermann Genz

Mit der im Jahr 2011 für die gemeinsamen Einrichtungen von Arbeitsagenturen und Kommunen/Landkreise neu geschaffenen Organisationsform der Jobcenter und der verbindlichen Erhöhung der Zahl der optierenden Kommunen steigt die Eigenständigkeit, aber auch die Eigenverantwortung der SGB II-Träger. Resultat dieser Reform ist, dass längst überfällige Qualifizierungsprozesse der Mitarbeiter mit einer systematischen Aus- und Fortbildung in Angriff genommen werden müssen, um den Bedarf an qualitativ hochwertiger Fallmanagementtätigkeit und Vermittlungsarbeit decken zu können. Bisher jedoch fehlen geregelte Zugangsvoraussetzung oder verbindliche Aus- und Fortbildungen in Deutschland. In diesem Buch haben zahlreiche Experten aus Theorie und Praxis ihre Kenntnisse zusammengetragen und bieten wissenschaftliche sowie praxisbasierte Grundlagen zu den Themenfeldern Beratungskompetenz, systematisches Integrationsmanagement, Entwicklung von Problemlösungsfähigkeiten und der Steuerung von Integrationsprozessen.
Das Lehrbuch und auch in besonderer Form der FIBAA-zertifizierte Weiterbildungsstudiengang «Integrationsmanagement im System Arbeit» an der Hochschule der Wirtschaft für Management leisten einen wirkungsvollen Beitrag, diese qualifikatorische Lücke bei der Beratungs-, Integrations- und Steuerungskompetenz im System Arbeit zu schließen.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Christian Scheller: Rechtssicherer Umgang mit vermittlungsrelevanten Teilen des SGB II und III

Extract

Rechtssicherer Umgang mit vermittlungsrelevanten Teilen des SGB II und III Christian Scheller Vorwort Das Arbeitsförderungsrecht hält eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten bereit, um Menschen bei der Bewältigung ihrer beruflichen Problemlagen zu helfen. Diese Vielfalt führt allerdings auch dazu, dass der Laie, aber auch der Berater oder gar die Sachbearbeiter in den Arbeitsagenturen rasch den Überblick ver- lieren. Hilfsmöglichkeiten werden daher häufig aus Unwissenheit nicht in An- spruch genommen oder gar falsch darüber entschieden. Der nachfolgende Teil des Kompendiums kann und will aus den Lesern kei- ne Juristen machen – dies würde wohl den Rahmen dieses Werkes sprengen. Vielmehr will es ein kompetentes Anwenderwissen vermitteln, mit dessen Hilfe sich Förderleistungen, ihre Voraussetzungen und ihre Besonderheiten für den Praxisgebrauch erschließen lassen. Im Vordergrund stehen daher der Aufbau und die Struktur des Zweiten und Dritten Sozialgesetzbuches sowie die Anwen- dung von Ermessen und der Identifikation der jeweils Berechtigten. Der juristisch vorgebildete Leser möchte die eine oder andere Verallgemei- nerung zugunsten einer möglichst hohe Praktikabilität verzeihen. 1. Grundlagen 1.1 Sozialrecht Eine feststehende oder allgemein anerkannte Definition des Begriffs Sozialrecht gibt es nicht; es besteht auch keine abschließende Einigkeit darüber, welche Rechtsbereiche ihm genau zuzurechnen sind. Einvernehmen besteht lediglich darin, dass unter dem funktionalen Begriff des „sozialen Rechts“ alle rechtli- chen Regelungen erfasst werden, die eine besondere soziale Zwecksetzung ver- folgen und insbesondere Ausdruck des verfassungsrechtlichen Staatszieles des Sozialstaatsprinzips sind. Damit ist das Sozialrecht eine „Sammel- und Querschnittsmaterie“, die...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.