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Fit für Arbeitsvermittlung, Beratung und Integration

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Edited By Franz Egle and Hermann Genz

Mit der im Jahr 2011 für die gemeinsamen Einrichtungen von Arbeitsagenturen und Kommunen/Landkreise neu geschaffenen Organisationsform der Jobcenter und der verbindlichen Erhöhung der Zahl der optierenden Kommunen steigt die Eigenständigkeit, aber auch die Eigenverantwortung der SGB II-Träger. Resultat dieser Reform ist, dass längst überfällige Qualifizierungsprozesse der Mitarbeiter mit einer systematischen Aus- und Fortbildung in Angriff genommen werden müssen, um den Bedarf an qualitativ hochwertiger Fallmanagementtätigkeit und Vermittlungsarbeit decken zu können. Bisher jedoch fehlen geregelte Zugangsvoraussetzung oder verbindliche Aus- und Fortbildungen in Deutschland. In diesem Buch haben zahlreiche Experten aus Theorie und Praxis ihre Kenntnisse zusammengetragen und bieten wissenschaftliche sowie praxisbasierte Grundlagen zu den Themenfeldern Beratungskompetenz, systematisches Integrationsmanagement, Entwicklung von Problemlösungsfähigkeiten und der Steuerung von Integrationsprozessen.
Das Lehrbuch und auch in besonderer Form der FIBAA-zertifizierte Weiterbildungsstudiengang «Integrationsmanagement im System Arbeit» an der Hochschule der Wirtschaft für Management leisten einen wirkungsvollen Beitrag, diese qualifikatorische Lücke bei der Beratungs-, Integrations- und Steuerungskompetenz im System Arbeit zu schließen.

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Peter Guggemos: Gesundheitsmanagement im SGB II-Bereich

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Gesundheitsmanagement im SGB II-Bereich Peter Guggemos 1. Vorbemerkungen Das Seminar thematisiert gesundheitsbezogene Handlungsmöglichkeiten für Beschäftigte der Arbeitsverwaltung wie für Erwerbssuchende, insbesondere Langzeitarbeitslose. Die Integration des Gesundheitsthemas in die Bereiche Personalentwicklung, Coaching und Arbeitsvermittlung setzt einige Grundan- nahmen voraus:  Lebenslagen und Alltagsprozesse wirken sich immer auf Gesundheit und Wohlbefinden aus. Dies gilt insbesondere für die Bereiche der Personalfüh- rung und der Beratung/Vermittlung Erwerbssuchender, zwischen denen es viele Parallelen gibt.  Um Gesundheit im engeren, Wohlbefinden im weiteren Sinne positiv beein- flussen zu können, genügt eine dichotome Alternative von gesund oder krank nicht. Gesundheit und Krankheit müssen vielmehr als ein gemeinsames Kon- tinuum verstanden werden, auf dem im Regelfall sowohl Verbesserungen wie Verschlechterungen möglich sind.  Gesundheit muss als ein gestaltbarer Prozess begriffen werden, auf den die jeweilige Person ebenso einwirken kann wie Akteure ihres Umfelds, bei- spielsweise in der Familie, im Betrieb, im Interaktionsprozess mit der Arbeits- verwaltung, oder auch im Coaching bzw. Job-Mentoring. Idealerweise wirken die Person und das Umfeld gemeinsam im Sinne eines verzahnten Systems aus Verhaltens- und Verhältnisprävention positiv auf die Gesundheit ein. Im umgekehrten, ebenfalls beobachtbaren Fall verstärken sich gesundheitsab- trägliche Wirkungen, beispielsweise schlechte Arbeitsbedingungen und ris- kante Lebensstile.  Der Gesundheitszustand erwerbssuchender Personen ist im Mittel deutlich schlechter als derjenige beschäftigter Menschen, bei tendenzieller Ver- schlechterung mit der Dauer der Arbeitslosigkeit1.  Um Personen aus der Arbeitsverwaltung für gesundheitsförderliches Handeln gewinnen zu können, sollten folgende Vorbehalte ausgeräumt werden: - Die Zust...

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