Show Less

Der Antijudaismus auf dem Weg vom Judentum zum Christentum

Series:

Peter Landesmann

Anhand der Geburt Jesu durch die Jungfrau Maria werden die in der Zeitenwende in Palästina vorhandenen Geisteshaltungen dargestellt und die in den letzten vorchristlichen Jahrhunderten aufgetretenen deuteronomistischen, weisheitlichen, apokalyptischen und hellenistischen Tendenzen berücksichtigt. Das Wirken von Jesus wird im Einklang mit seinem Judentum beschrieben und seine Kreuzigung durch die damals herrschende und später revidierte Ansicht über einen Messias erklärt, der gewaltsam zu seiner Herrschaft gelangen sollte. Die Loslösung der Jesusanhänger vom Judentum und der darauf folgende innerchristliche Konflikt begründet die antijudaistische Haltung maßgebender Kirchenväter. Diese sahen in der Beibehaltung jüdischer Bräuche der Judenchristen eine Gefahr für die Einheit des Christentums, das schon im zweiten Jahrhundert von den Christen dominiert wurde, die aus dem Heidentum stammten. Diese Einstellung gegen die judaisierenden Christen führte dann zu den antijudaistischen Aussagen christlicher Theologen.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Vorwort des Reihenherausgebers

Extract

Die Wiener Vorlesungen laden seit Anfang 1987 wichtige Persönlichkeiten des intellektuellen Lebens dazu ein, in den Festsälen des Rathauses ihre Analysen und Befunde zu den großen aktuellen Problemen der Welt vorzulegen. Auftakt war der Vortrag des renommierten deutschen Soziologen Prof. Dr. René König über das Verhältnis von Stadt und Universität. Die Analyse dieser Beziehung und das Anliegen, die Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher und urbaner Öffentlichkeit breit und lebendig zu gestalten, zieht sich als roter Faden durch die Wissenschaftsförderungsarbeit der Stadt Wien und wird mit bisher weit über 1000 Veranstaltungen mit über 3.500 Referentinnen und Referenten vor über 500.000 Zuhörerinnen und Zuhörer in die Tat gesetzt. Neun Buchreihen beglei- ten die Wiener Vorlesungen. Das vorliegende Buch von Peter Landesmann er- scheint in der Reihe „Wiener Vorlesungen. Forschungen“, deren Zielsetzung es ist, Themen der Wiener Vorlesungen in die aktuellen Forschungsdiskurse einzu- betten und weiterzuführen. Die Zielsetzung der Wiener Vorlesungen ist die aktuelle Weiterführung des Projektes der Aufklärung. Es geht nicht nur um Wissen als Information, sondern Wissen als Auseinandersetzung und Kritik, die dazu beitragen, „Bildung“ als individuelle und kollektive Qualität des Wissens und der Erkenntnis weiterzu- entwickeln. „Sapere aude“, das Wagnis des Wissens als verantwortungsbewusste und mutige Haltung und Handlung gegen eingefahrene und ritualisierte Konven- tionen ist wie im 18. Jahrhundert bei den Vordenkern der Aufklärung auch das zentrale Postulat der Wiener Vorlesungen. Philosophie und Methode des Pro- jektes lassen sich in acht Punkten zusammenfassen. Aufklärung statt Vernebe-...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.