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Der Antijudaismus auf dem Weg vom Judentum zum Christentum

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Peter Landesmann

Anhand der Geburt Jesu durch die Jungfrau Maria werden die in der Zeitenwende in Palästina vorhandenen Geisteshaltungen dargestellt und die in den letzten vorchristlichen Jahrhunderten aufgetretenen deuteronomistischen, weisheitlichen, apokalyptischen und hellenistischen Tendenzen berücksichtigt. Das Wirken von Jesus wird im Einklang mit seinem Judentum beschrieben und seine Kreuzigung durch die damals herrschende und später revidierte Ansicht über einen Messias erklärt, der gewaltsam zu seiner Herrschaft gelangen sollte. Die Loslösung der Jesusanhänger vom Judentum und der darauf folgende innerchristliche Konflikt begründet die antijudaistische Haltung maßgebender Kirchenväter. Diese sahen in der Beibehaltung jüdischer Bräuche der Judenchristen eine Gefahr für die Einheit des Christentums, das schon im zweiten Jahrhundert von den Christen dominiert wurde, die aus dem Heidentum stammten. Diese Einstellung gegen die judaisierenden Christen führte dann zu den antijudaistischen Aussagen christlicher Theologen.

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14. Die Erklärung für die Auferstehung Jesu

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„Der König Herodes hörte von Jesus; denn sein Name war bekannt geworden, und man sagte: Johannes der Täufer ist von den Toten auferstanden; deshalb wirken solche Kräfte in ihm. Andere sagten: Er ist Elija. Wieder andere: Er ist ein Prophet, wie einer von den alten Propheten. Als aber Herodes von ihm hörte, sagte er: Johannes, den ich enthaupten ließ, ist auferstanden.“ (Mk 6,14ff.). Im 1.Jh. n.Chr. war die Ansicht über die Entrückung Mose verbreitet („Die Himmelfahrt des Mose“). Es ist möglich, dass über andere Propheten Ähnliches berichtet worden ist und die Schriften, die über solche Auferstehungen berichten, nicht erhalten geblieben sind. Es scheint daher, dass im 1. Jh. n.Chr. der Glaube an eine Auferstehung oder genauer an eine Himmelfahrt verbreitet war. Die im Johannesevangelium zugesicherte Wiederkunft Jesu ist mit dem Heili- gen Geist verbunden, der bis zu seiner Wiederkunft die Aufgabe hat über die Christen zu wachen. Deshalb sind Aussagen, die unter Berufung auf den Heili- gen Geist erfolgen, von besonderer Bedeutung: „Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll.“ (Joh 14,16.). „Der Beistand aber, der Heilige Geist den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ (Joh 14,26.). „Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, sondern ich komme wieder zu euch. Nur noch kurze Zeit, und die Welt sieht mich...

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