Show Less

Der Antijudaismus auf dem Weg vom Judentum zum Christentum

Series:

Peter Landesmann

Anhand der Geburt Jesu durch die Jungfrau Maria werden die in der Zeitenwende in Palästina vorhandenen Geisteshaltungen dargestellt und die in den letzten vorchristlichen Jahrhunderten aufgetretenen deuteronomistischen, weisheitlichen, apokalyptischen und hellenistischen Tendenzen berücksichtigt. Das Wirken von Jesus wird im Einklang mit seinem Judentum beschrieben und seine Kreuzigung durch die damals herrschende und später revidierte Ansicht über einen Messias erklärt, der gewaltsam zu seiner Herrschaft gelangen sollte. Die Loslösung der Jesusanhänger vom Judentum und der darauf folgende innerchristliche Konflikt begründet die antijudaistische Haltung maßgebender Kirchenväter. Diese sahen in der Beibehaltung jüdischer Bräuche der Judenchristen eine Gefahr für die Einheit des Christentums, das schon im zweiten Jahrhundert von den Christen dominiert wurde, die aus dem Heidentum stammten. Diese Einstellung gegen die judaisierenden Christen führte dann zu den antijudaistischen Aussagen christlicher Theologen.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

37. Endnoten

Extract

1 Zum Teil aus der Wikipedia: „Biblische Exegese“. 2 Das Hervorgehen des „Heiligen Geistes“ aus dem Vater und dem Sohn wird bis heute von der christlichen Orthodoxie nicht akzeptiert. 3 Der Begriff Henotheismus bezeichnet den Glauben an einen höchsten Gott, was jedoch im Unterschied zum Monotheismus der abrahamitischen Religionen die Verehrung anderer unter- geordneter Götter nicht prinzipiell ausschließt. 4 Unter „Deuteronomist“ wird angenommen, dass es dabei im 5. und 4. Jh. v.Chr. um eine Schule oder mehrere Bibelgelehrten handelt. 5 Weinfeld, Deuteronomy, in: Enc. Jud. Bd V, Sp. 1582. 6 Baltzer, Die Biographie der Propheten, S. 162. 7 Dieses und die folgenden Zitate sind aus dem Teil des Buches 1 Hen, das das Buch der Parabeln benannt wird. Die Datierung folgt Boccaccini, Gabriele, (Hg.) 1. Enoch and the Messiah Son of Man: Revisiting the Book of Parables, Grand Rapids 2007 und Chiala, Sabino, Libro delle Para- bole di Enoch, Brescia 1997. 8 Die „Gottesfurcht“ ist eigentlich mit einem guten Gewissen gleichzusetzen. Das hebr. Wort für Gewissen „maspun“ scheint in der Bibel nicht auf.. 9 Kapitel 40 bis 55 des Buchs Jesaja, wird einem nachexilischen Propheten, der den Notnamen Deuterojesaja erhielt, zugeschrieben. 10 Bemerkung von Prof. Stemberger: „Ähnlich rabbinisch: Der Sabbat ist für den Menschen da.“ Siehe Mekhilta Shabbeta 1 zu Ex 31,12: „Euch ist der Sabbat übergeben, nicht aber seid ihr dem Sabbat übergeben“ (fast gleich bYoma 85b). 11 Nach Johann Maier in seinem Werk: Geschichte der jüdischen Religion : von der Zeit Alexander...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.