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Public Affairs

Die neue Welt des Lobbyismus

Edited By Gerhard Göhler, Katrin Grothe and Cornelia Schmalz-Jacobsen

Laut Schätzungen sind derzeit rund 5.000 Lobbyisten in Berlin aktiv. Abseits der Öffentlichkeit betreiben diese «Einflüsterer» ihr Geschäft, so heißt es, kaum jemand kenne ihr Gesicht. Gut zehn Jahre nach dem Umzug von Parlament und Regierung aus Bonn haben sich in der Hauptstadt zahlreiche Büros von Verbänden, Unternehmen und Agenturen angesiedelt. Hinzu kommen international agierende Kanzleien und Unternehmensberatungen, Botschaften, Stiftungen und NGOs. Damit gilt Berlin als das Zentrum einer nicht neuen, aber in dieser Dimension unbekannten Branche. Dieses Buch beleuchtet u. a. die Frage, was Lobbyismus genau macht. Und ob er ein notwendiger Bestandteil der Demokratie ist – oder die Dominanz partikularer Interessen über das Gemeinwohl.

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Dr. Helena Kane Finn: Smart Power und die Kunst der Diplomatie

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85 Dr. Helena Kane Finn (Rednerin: Stephanie Brancaforte) Smart Power und die Kunst der Diplomatie Vergangenen Juni hielt Präsident Obama eine Rede bei der Abschlussfeier der Moskauer New Economic School. Im Stile der traditionellen Reden bei Ab- schlussfeiern riet Präsident Obama den Absolventen, über die Dinge nachzuden- ken, die ihr Leben ausmachen würden. Er nannte nur einige der wichtigsten Themen des 21. Jahrhunderts: „Sicherheit vor Atomwaffen und Extremismus, Zugang zu Märkten und Chancen, Gesundheit und Umweltfragen, ein internati- onales System, das die Souveränität und die Menschenrechte schützt und gleich- zeitig Stabilität und Wohlstand fördert.“ Aus dem Blickwinkel des 20. Jahrhunderts waren die Vereinigten Staaten und Russland Antagonisten. In allen Bereichen, von der Astrophysik bis hin zur Leichtathletik, war es so, dass ein Land verlieren musste, wenn das andere ge- wann. Im 21. Jahrhundert zeigen Großmächte jedoch keine Stärke, indem sie andere Länder beherrschen oder dämonisieren. Großmächte suchen nach Part- nerschaften, die durch gemeinsame Interessen gekennzeichnet sind und eine Ba- sis für Zusammenarbeit bilden. Die außenpolitische Strategie eines Landes ist kein Nullsummenspiel. Diese Grundsätze beschreiben die allgemeine strategi- sche Ausrichtung der Regierung Obamas. Präsident Obama sagt oft, dass die internationale Gemeinschaft nur gemeinsam eine Welt aufbauen kann, in der die Menschen sicher sind, wenn der Wohlstand wächst und unsere Macht wirklich dem Fortschritt dient. Außenministerin Clinton nennt diese Herangehensweise Smart Power. In ihrer Bestätigungsanhörung im Kabinett beschrieb...

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