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Drama in the Classroom

Dramenarbeit im Englischunterricht der Sekundarstufe I im Hinblick auf Gendersensibilisierung und interkulturelle Kommunikation

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Jessica Nowoczien

Dramenarbeit im Englischunterricht – eine noch viel zu selten genutzte Möglichkeit der stetig zunehmenden Heterogenität in deutschen Klassenzimmern zu begegnen. Diese kann produktiv genutzt werden, indem Lernende ihre individuellen Erfahrungen und Identitäten in den Unterricht einbringen. Wie das möglich ist, zeigt dieser dokumentierte Unterrichtsversuch in der Sekundarstufe I an einer Gemeinschaftsschule, der zunächst theoretisch vorgestellt und vorbereitet wird, um dann in seinen späteren Ausführungen zahlreiche Unterrichtstipps für die Praxis zu bieten. Aktuelle didaktisch-relevante Diskurse wie Interkulturelle Kommunikation, Gender Studies/Queer Theory, Literaturdidaktik in der Sekundarstufe I und Dramapädagogik werden hier in interdisziplinärer Verbindung genutzt, um den Fremdsprachenunterricht weiterzuentwickeln.

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Teil III: Zusammenfassung und Ausblick

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Diese Betrachtung soll die Ergebnisse der beiden vorangehenden Teile abschlie- ßend noch einmal zusammenfassen, die Nachhaltigkeit des Unterrichtsprojekts überprüfen, um dann einen Ausblick auf weitere Fragestellungen zu bieten, die sich aus dieser Arbeit ergeben, und in der didaktischen Forschung über Dramen- arbeit in der Sekundarstufe I aufgegriffen werden sollten. Wie bereits eingangs gezeigt, wachsen Jugendliche heute in einem postmo- dernen Wertesystem auf, was einerseits wenige Festlegungen und ein hohes Maß an Individualisierung und andererseits auch Verwirrung und Unsicherheit bedeuten kann. Dieser Verwirrung gilt es in der Schule zu begegnen und den Lernenden Strategien an die Hand zu geben, wie diese Vielfalt bewältigt werden kann. Erst dann eröffnen sich für die Jugendlichen differenzierte Möglichkeiten Lebensentwürfe zu gestalten, was ihnen große Chancen hinsichtlich des Aus- drucks von Individualität und Persönlichkeit bietet. Dies wirkt sich auch auf den Prozess des doing gender sowie der interkulturellen Kommunikation aus. Ich habe gezeigt, dass Kinder und Jugendliche im Schulalltag daher Unter- stützung bei der Suche nach ihrem individuellen Lebensentwurf finden müssen. Schule beginnt nur langsam auf den gesellschaftlichen Wandel zu antworten, obgleich Lehrkräfte in ihrer alltäglichen Arbeit merken, dass ihnen eine andere Schülerklientel gegenübersitzt als beispielsweise noch vor zehn Jahren. Um die- ser zunehmenden Heterogenität aktiv begegnen zu können, muss konkrete me- thodische Unterrichtsforschung betrieben werden. Dazu soll die Dokumentation meines Unterrichtsprojekts einen Beitrag leisten. Nicht selten übernimmt die Schule heute die Aufgabe der Wertefindung, die traditionell ganz selbstverst...

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