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Gewalt am Frauenkörper in der «scrittura femminile nera»

Zum Werk von Laura Pugno, Alda Teodorani und Isabella Santacroce

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Stefanie Rubenis

Die Studie liefert einen innovativen Beitrag zur Ästhetik der postmodernen italienischen Noir-Literatur von Frauen. Die Autorinnen thematisieren physische und psychische Gewalt gegen Frauen und entwickeln jenseits traditioneller Gattungsmuster und Schreibverfahren eine neue «Sprache der Gewalt». Exemplarisch wird das Werk der Schriftstellerinnen Laura Pugno, Alda Teodorani und Isabella Santacroce untersucht. Die methodische Originalität der Arbeit besteht in der Verknüpfung philologischer Forschungen (Ästhetik des Bösen, Intermedialität, Performativität) mit Gewalttheorien aus Soziologie und Politologie sowie Körper-Leib-Theorien. Die Feinanalysen belegen die sprachlich-ästhetische Faszinationskraft wie auch die gesellschaftskritische und ethische Dimension der weiblichen Gegenwartsliteratur zum Bösen.

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4 Dimensionen der Gewalt am Frauenkörper in der scrittura femminile nera (1997-2009)

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4.1. Sortilegio della mente – chiusa nel velo crisalide: Laura Pugnos intellektuale Poetik Laura Pugno wird 1970 in Rom geboren. Zunächst lebt und arbeitet sie in ihrer Geburtsstadt, unterbrochen von längeren Aufenthalten in London und Paris. Pugno absolviert ein Studium der Literaturwissenschaft sowie der Politischen Wissenschaft und erwirbt einen Master in Literaturwissenschaft an der Oxford University. Sie ist als Zeitungsredakteurin („Cronaca di Roma“ von La Repubblica) sowie als Übersetzerin tätig und hat darüber hinaus mehr als 20 Fachbücher und Romane aus dem Französischen, Englischen und Spanischen ins Italienische übersetzt.139 Nach ihrem Studium unterrichtet Pugno an der rö- mischen Universität La Sapienza das Fach „Übersetzungen“. Darüber hinaus ist sie als Lektorin von Drehbüchern und als Beraterin für den Fernsehsender Rai tätig. Aktuell wohnt die Schriftstellerin in Madrid. Im Folgenden soll das bisherige Schaffen von Laura Pugno überblicksartig anhand ihrer wichtigsten Werke vorgestellt werden. In der Einzelanalyse werden die Texte Sirene, il colore oro sowie Quando verrai detailliert besprochen, so dass die Einführung der drei Werke an dieser Stelle kürzer ausfällt. Die Analyse der Werke von Pugno fußt dabei fast ausschließlich auf eigene Beobachtungen, da die Autorin von der italienischen und erst recht von der deutschen Italianistik bislang kaum beachtet wurde. 1999 werden erste Gedichte von Laura Pugno in der Anthologie L’opera comune140 veröffentlicht. 2001 erscheint als Gemein- schaftswerk mit Giulio Mozzi die Textsammlung Tennis.141 Es enthält im Zeitraum von 1993 bis 1998 entstandene...

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