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Testo e ritmi

Zum Rhythmus in der italienischen Sprache

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Elmar Schafroth and Maria Selig

Rhythmus, die Ordnung der Zeit durch Periodizität, ist eine anthropologische Konstante. Auch in Bezug auf das Sprachliche stellt sich daher die Frage, welche Formen Rhythmus in Sprache und Text annehmen kann und was seine Funktion ist. Die in diesem Band vereinten Beiträge untersuchen rhythmische Phänomene auf den verschiedensten Ebenen der sprachlichen Strukturbildung. Gefragt wird nach der Gegenüberstellung von silben- und akzentzählenden Sprachen, nach den Fortschritten, die neuere rhythmustypologische Theorien in diesem Bereich erbracht haben, nach der Persistenz silben- bzw. akzentrhythmischer Strukturen im Sprachkontakt und nach den Wechselwirkungen zwischen Prosodie und Syntax. Gegenstand der Untersuchung ist außerdem Rhythmus als Erkennungsmerkmal von Textsorten, die Übersetzbarkeit eurythmischer Textstrukturen und die Beziehung zwischen Sprachrhythmus und Musik. Als Ergebnis kann festgehalten werden, dass die rhythmische Überformung der Linearität des Sprachlichen mit den körperlichen und kognitiven Grundbedingungen unserer Kommunikation und mit der spezifischen Semantiziät von Sprache und Text auf vielfältige Weise interagiert.

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Christine Kaschny, Christoph Schwarze: Wortakzent, Silbe und Gliding im Italienischen

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Wortakzent, Silbe und Gliding im Italienischen Christine Kaschny, Christoph Schwarze 1. Inhalt und Aufbau Der Beitrag* ist wie folgt aufgebaut: In der Einleitung (Abschnitt 2) ent- wickeln wir die Fragestellung und kündigen unser Vorgehen an. In Abschnitt 3 stellen wir eine Untersuchung über den Wortakzent in einem großen Aus- schnitt des italienischen Wortschatzes vor. Gegenstand von Abschnitt 4 ist eine empirische Studie zur Frage der Betonungsstrategien. In Abschnitt 5 behandeln wir Probleme der Silbenstruktur bei Vokalsequenzen.1 2. Wortakzent im Italienischen 2.1 Drei konkurrierende Hypothesen In der Literatur werden drei Thesen zum Wortakzent im Italienischen vertre- ten, die wir als die lexikalische Hypothese, die Pänultima-Hypothese und die Silbenstruktur-Hypothese bezeichnen. Die lexikalische Hypothese besagt, dass der Wortakzent im Italienischen nicht vorhersagbar ist (Burani/Arduino 2004, Colombo/Tabossi 1992, Ma- * Wir danken Paola Benincà, die die experimentelle Untersuchung in Padua ermöglicht und unterstützt hat, sowie den Freunden bzw. Kollegen in Mira und Turin, die die pho- netischen Aufnahmen organisiert und sich als Informanten zur Verfügung gestellt ha- ben. Nicht zuletzt sei Bettina Braun für ihre Hilfe bei der Benutzung von PRAAT ge- dankt. 1 Die in diesem Beitrag vorgestellten Forschungsergebnisse beruhen mit einer Ausnahme (Abschnitt 5.2) auf Untersuchungen, die Christine Kaschny im Rahmen ihrer Disserta- tion durchgeführt hat (Kaschny, in Vorbereitung). Christine Kaschny und Christoph Schwarze106 rotta 2000). Demzufolge kann es keine phonologische Akzentzuweisungs- regel geben. Der Hauptakzent jedes einzelnen Wortes ist in dessen lexika- lischer Repräsentation gespeichert: „Readers must know which is the correct stress...

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