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Testo e ritmi

Zum Rhythmus in der italienischen Sprache

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Elmar Schafroth and Maria Selig

Rhythmus, die Ordnung der Zeit durch Periodizität, ist eine anthropologische Konstante. Auch in Bezug auf das Sprachliche stellt sich daher die Frage, welche Formen Rhythmus in Sprache und Text annehmen kann und was seine Funktion ist. Die in diesem Band vereinten Beiträge untersuchen rhythmische Phänomene auf den verschiedensten Ebenen der sprachlichen Strukturbildung. Gefragt wird nach der Gegenüberstellung von silben- und akzentzählenden Sprachen, nach den Fortschritten, die neuere rhythmustypologische Theorien in diesem Bereich erbracht haben, nach der Persistenz silben- bzw. akzentrhythmischer Strukturen im Sprachkontakt und nach den Wechselwirkungen zwischen Prosodie und Syntax. Gegenstand der Untersuchung ist außerdem Rhythmus als Erkennungsmerkmal von Textsorten, die Übersetzbarkeit eurythmischer Textstrukturen und die Beziehung zwischen Sprachrhythmus und Musik. Als Ergebnis kann festgehalten werden, dass die rhythmische Überformung der Linearität des Sprachlichen mit den körperlichen und kognitiven Grundbedingungen unserer Kommunikation und mit der spezifischen Semantiziät von Sprache und Text auf vielfältige Weise interagiert.

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Frédéric Nicolosi: Verb-Subjekt-Typen im Altitalienischen

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Verb-Subjekt-Typen im Altitalienischen Frédéric Nicolosi 1. Vorbemerkungen In der älteren Sprache stellt die Wortstellung keinen Indikator für pragmati- sche Funktionen dar. Vor allem kann V-S durch die Verbzweitstellungsregel (V2-Regel) bedingt sein: L’italiano antico presenta [...] inversione del soggetto dopo avverbi e dopo nessi retti da preposizione (Rohlfs 1969: § 982). wie z.B. in: (1) Allora parlò messer Migliore, e disse (Ur-Novellino, 34, 10 [Conte (ed.) 2001]). Die V2-Regel ist aber fakultativ: (2) Allora Guilielmo parlò e disse (Ur-Novellino, 72, 17). Wenn wir die pragmatischen Bedingungsfaktoren von V-S erschließen wol- len, müssen wir zunächst den V-S-Typ bei absoluter Initialstellung des Verbs berücksichtigen. Erst wenn sich X-V2-S in ähnlichen Gebrauchskon- texten nachweisen lässt wie V1-S (also bei Initialstellung des Verbs), kann bezüglich der Inversion von syntaktischen Bedingungen abgesehen werden. Auf jeden Fall sind beide Typen bei der Untersuchung zu unterscheiden. Darüber hinaus verfügen wir im Altitalienischen ausschließlich über ge- schriebene Texte. Es fehlt uns die Intonation, die sich in Bezug auf das Neu- italienische als unabdingbar erwiesen hat, um die funktionalen Varianten von V-S auseinanderzuhalten. Da aber Pragmeme Diskurskategorien sind, können wir ohne Weiteres auf den Kontext zurückgreifen, um die pragmati- sche Funktion des postverbalen Subjekts zu bestimmen. Ein weiteres Problem stellt die Zusammenstellung eines adäquaten Kor- Frédéric Nicolosi 224 pus dar. Solange wir nicht genug über die Interaktion zwischen Syntax und Pragmatik in älteren Sprachzuständen wissen, sind in Bezug auf text languages (Fleischman 2000) homogene...

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