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SynchronEmotion

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Angelika Braun and Christa M. Heilmann

Filme stellen ein Gesamtkunstwerk aus kulturellen Situationen, Handlungen, Rollendarstellungen und Stimmen dar. Im synchronisierten Film schlüpfen neue Stimmen in die vorgeformte Kommunikationssituation des Originalfilms. Inwieweit Zielgruppen verschiedener Kulturen diesen Mismatch, diese fremden Stimmen im fremden Körper in kulturell differenten Situationen verstehen können, ist Thema dieser Studie. Anhand von akustischen Parametern, Merkmalen des Sprechens und Aspekten des Körperausdrucks untersuchten die Autorinnen einerseits, wie Basisemotionen in der Originalversion von «Ally McBeal», einer amerikanischen Anwalts-Fernsehserie, konfiguriert wurden und andererseits, inwieweit diese Darstellungen von amerikanischen, japanischen und deutschen Zuschauer/-innen verstanden werden konnten.

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4 Stimme und Emotionen

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Ausdruck und Wahrnehmung von Emotionen beschäftigen die wissenschaftliche Forschung seit Jahrhunderten. Waren zunächst insbesondere die mimischen Ausprägungen von Emotionen Gegenstand der Psychologie, so rückten in den letzten Jahrzehnten Emotionen in den Forschungsfokus der Kognitionswissen- schaften, der Linguistik und auch der Neurowissenschaften. Kommunikations- wissenschaften, die sich speziell der mündlichen Kommunikation widmen, nä- herten sich über spezifisch phonetische und sprechwissenschaftliche Ansätze dem Ausdruck von Emotionen auf para- und extraverbaler Ebene. In diesen For- schungszusammenhang ist die vorliegende Schrift einzuordnen. Mit der Frage- stellung, in welcher Weise Sprechausdrucksmittel für Emotionen in Filmen und deren Synchronfassungen figuriert werden und inwieweit Hörer/innen die inten- dierte Emotion auch zu erkennen vermögen, ist ein Beitrag zur interkulturellen Emotionsforschung erwartbar. So unterschiedlich sich die Zugänge zum Thema darstellen, so differenziert zeigen sich die Definitionen von Emotionen, die zum Ausgangspunkt der jewei- ligen Forschungen gewählt wurden. Kleinginna / Kleinginna haben den Versuch unternommen, aus sehr vielen ver- schiedenen Definitionen die Kerne herauszuschälen, die sozusagen als Marker unerlässlich sind, um Emotionen als solche kennzeichnen zu können: „Emotion is a complex set of interactions among subjective and objective factors, mediated by neural/hormonal systems, which can (a) give rise to affective experi- ences such as feelings of arousal, pleasure/displeasure; (b) generate cognitive proc- esses such as emotionally relevant perceptual effects, appraisals, labeling processes; (c) activate widespread physiological adjustments to the arousing conditions; and (d) lead to behavior that is often, but not always, expressive, goaldirected, and adaptive...

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