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SynchronEmotion

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Angelika Braun and Christa M. Heilmann

Filme stellen ein Gesamtkunstwerk aus kulturellen Situationen, Handlungen, Rollendarstellungen und Stimmen dar. Im synchronisierten Film schlüpfen neue Stimmen in die vorgeformte Kommunikationssituation des Originalfilms. Inwieweit Zielgruppen verschiedener Kulturen diesen Mismatch, diese fremden Stimmen im fremden Körper in kulturell differenten Situationen verstehen können, ist Thema dieser Studie. Anhand von akustischen Parametern, Merkmalen des Sprechens und Aspekten des Körperausdrucks untersuchten die Autorinnen einerseits, wie Basisemotionen in der Originalversion von «Ally McBeal», einer amerikanischen Anwalts-Fernsehserie, konfiguriert wurden und andererseits, inwieweit diese Darstellungen von amerikanischen, japanischen und deutschen Zuschauer/-innen verstanden werden konnten.

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In diesem Kapitel sind die Ergebnisse der produktionsseitigen Analysen der spä- ter im Perzeptionsexperiment verwendeten Ausschnitte dargestellt. Dabei wur- den pro Sprecher/-in und Sprache alle einer Emotion zugerechneten Szenen zu- sammengefasst. Da diese aufgrund des Auswahlkriteriums „abgeschlossene Äu- ßerung“ (vgl. Kapitel 6) in ihrer Dauer leicht variierten, wurde bei quantitativen Angaben das gewichtete Mittel der einzelnen Ausschnitte berechnet. 7.1 Audiosignale Die anhand der Audiospur analysierten Parameter richteten sich zum einen nach den Erkenntnissen früherer Untersuchungen, zum anderen nach den technischen Randbedingungen dieser Studie. Wie im Literaturüberblick ausgeführt (vgl. Ka- pitel 5), werden vor allem verschiedene Aspekte der Grundfrequenz als bedeut- sam für die Externalisierung von Emotionen herausgestellt. Die Grundfrequenz bildet daher auch den Schwerpunkt der hier vorgestellten Analysen. Untersucht wurden dabei die mittlere Stimmbandgrundfrequenz (F0), deren Standardabwei- chung als Maß der Monotonie bzw. Melodiosität einer Stimme und schließlich die Bandbreite (range), also die Differenz zwischen dem höchsten und dem tiefsten F0-Wert. Die Messwerte werden zunächst in Hertz (Hz) angegeben. Um die Vergleichbarkeit zwischen Männer- und Frauenstimmen und teilweise auch zwischen den unterschiedlichen Sprachen zu wahren, wurden sie, wo es sinnvoll erschien, in Halbtöne umgerechnet. Hierzu wurde folgende Formel verwendet: HT = 12 x log2 x (Messfrequenz [Hz] / Referenzfrequenz [Hz])26 Als Referenzwerte wurden bei den Grundfrequenzmittelwerten die neutralen Stimuli, bei den Bandbreiten (ranges) die Frequenzminima verwendet. Bei den Standardabweichungen wurde zum jeweiligen Mittelwert die SD addiert und von ihm subtrahiert. Die Differenz zwischen diesen Frequenzwerten wurde in Halbtöne...

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