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Was kann Kunst?

Der erweiterte Kunstbegriff im pädagogischen und soziokulturellen Kontext- Künstlerische Projekte mit benachteiligten Kindern und Jugendlichen

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Ulrika Eller-Rüter, Friedemann Geisler and Michael Brater

Kunst gilt heute als verzichtbar, als Fremdkörper in einer durchökonomisierten Welt. Umso verwunderlicher, dass sich Diktaturen so sehr bemühen, Kunst und Künstler zu disziplinieren, sie «gleichzuschalten». Wovor haben sie Angst? Künstlerisch-praktische Projekte mit Schulkindern und Jugendlichen aus sozialen Brennpunkten zeigen, was Kunst (auch) kann: die Verbindung zu den eigenen schöpferischen Kräften herstellen; Selbstbewusstsein stärken; Mut machen, das eigene Leben in die Hand zu nehmen, an sich zu glauben und sich mutig dem Unbekannten zu stellen. So trägt sie dazu bei, soziale Benachteiligung zu überwinden und sich und seine gesellschaftlichen Verhältnisse als gestaltbar zu begreifen. Dieses Buch berichtet von solchen Erfahrungen und versucht, sie zu verstehen. Es möchte professionelle Künstler und für Bildung Verantwortliche nachdrücklich auf die soziale Kraft der Kunst hinweisen und für diese werben.

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5. Kapitel: Ergebnisse der Evaluation – Was Kunstprojekte bewirken können (Christiane Hemmer-Schanze)

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230 Schön, Donald, 1983: The Reflective Practitioner: How professionals think in action. London. Sennett, Richard, 2006: Der flexible Mensch, Berlin. Speck, Josef; Wehle, Gerhard, 1970: Handbuch pädagogischer Grundbegriffe. Mün- chen. Stollsteiner, Margit, 2008: Das A.R.T.-Prinzip. Vom Nutzen der Kunst im Unterneh- men, Wiesbaden. Thiel, Oliver: Lernschwierigkeiten. Abrufbar im Internet unter URL: http://www. familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_Schule/s_892.html Vaill, Peter, 1998: Lernen als Lebensform, Stuttgart. Weber, Christina, 1991: Vom ‚Erweiterten Kunstbegriff‘ zum ‚Erweiterten Pädago- gikbegriff‘, Berlin Zinnecker, Jürgen, 1975: Der heimliche Lehrplan. Weinheim. 231 5. Kapitel: Ergebnisse der Evaluation – Was Kunstprojekte bewirken können (Christiane Hemmer-Schanze) 5.1 Vorbemerkungen 5.1.1 Zum Forschungsstand Die große Frage, die sich bei der Evaluation von Kunstprojekten stellt, ist stets: Kann man die Wirkung von künstlerischen Aktivitäten auf Schülerinnen und Schüler überhaupt empirisch nachweisen? Gibt es so etwas wie Transfereffekte? Tatsächlich existiert bereits eine große Zahl von internationalen Forschungsergeb- nissen, die belegen, dass künstlerische Aktivitäten positive Auswirkungen auf kog- nitive, emotionale und soziale Kompetenzen haben können. Christian Rittelmeyer stellte im Jahr 2010 erstmals einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zum Thema „Warum und wozu ästhetische Bildung?“ zusammen214, der zahlreiche nationale und internationale Studien zu diesem Thema umfasst. Besonders intensiv wurden seinen Recherchen zufolge bislang vor allem die Trans- fereffekte von Musik erforscht, während es zu bildenden und darstellenden Künsten erst seit einigen Jahren empirische Untersuchungen gibt. Großes Aufsehen erregte beispielsweise eine Studie, die im Jahr 1993 in den USA...

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