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Spannungsfelder: Literatur und Mythos

Beiträge zum 2. Studierendenkongress der Komparatistik, 6. bis 8. Mai 2011, Universität Bonn- Herausgegeben in Zusammenarbeit mit Oliver Renner und Anne Christina Scheuss - Unter Mitwirkung von Jule Böttner, Adina Genglawski, Anna-Felicitas Gessner,

Edited By Andreas J. Haller, Bettina Huppertz and Sonja Lenz

Dieser Sammelband präsentiert eine Auswahl der Vorträge, die im Rahmen des 2. Studierendenkongresses der Komparatistik an der Universität Bonn gehalten wurden. Literatur- und Kulturwissenschaften sind ohne das Spannungsfeld Literatur und Mythos nicht denkbar. Mythische Denkmuster sind stets Teil des gesellschaftlichen Bewusstseins und der geführten Diskurse. Dass antike mythische Stoffe in der Literatur- und Kulturgeschichte omnipräsent sind, wird dadurch deutlich, dass immer wieder Motive, Figuren und narrative Muster dieser Stoffe literarisch oder künstlerisch verarbeitet und bis in unsere heutige Zeit hinein rezipiert und erneuert werden. Der Sammelband spiegelt diese Vielfalt der Mythenrezeption sowie die Relevanz des Themas für unterschiedlichste Forschungsdisziplinen wider.

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16. Mythos Roman. Zur Rezeption der zeitgenössischen Fernsehser. Nicolas Freund

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Mythos Roman. Zur Rezeption der zeitgenössischen Fernsehserie am Beispiel von Lost. Nicolas Freund „Der Roman der Gegenwart ist eine DVD-Box: Amerikanische Serien wie The Wire beweisen die Emanzipation einer epischen Form von der Unterhaltungsin- dustrie und sind längst zum ernsthaften Konkurrenten der Literatur geworden“ (Kämmerlings, 2010). Diese paratextuelle Zusammenfassung leitet den Artikel Ein Balzac für unsere Zeit von Richard Kämmerlings, erschienen auf der Website der Frankfurter All- gemeinen Zeitung, ein. In dem Artikel argumentiert Kämmerlings, dass die Fern- sehserien der letzten Jahre von dem Schema einer Reihe in sich abgeschlossener Episoden abrücken, und in die Nähe des typischen, auf vielen hundert Seiten von einer Vielzahl an Charakteren und Handlungssträngen erzählenden Romans ge- rückt seien. Dies sei auf drei besondere Merkmale dieser neueren Serien zurück- zuführen: ihre serientypische Länge im Gegensatz zum Spielfilm, was noch auf jede Serie zutreffen würde, ein Handlungsbogen, der sich samt mehrerer Neben- handlungen über die gesamte Serie spannt und ein wechselnder Stab an Figuren. Dies stellt einen stark erhöhten Anspruch an den Zuschauer, da dieser nun nicht in sich abgeschlossene Episoden mit einem feststehenden Personal vorgesetzt be- kommt, sondern über mehrere Staffeln hinweg den Überblick über eine oft sehr komplexe Figurenkonstellation und eine undurchschaubare Handlung behalten muss. Manchmal muss man regelrecht in den DVD-Boxen 'zurückblättern', also zu früheren Folgen zurückkehren, um Handlungsstränge, die wieder aufgegriffen werden, nachvollziehen zu können. In diesen Punkten sollen sich...

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